02.09.2011, 11:29

Frank Ziemann

2011 State of Security Survey

Bedeutung der IT-Sicherheit in Unternehmen steigt

©Symantec

Weder Terrorismus noch Naturkatastrophen machen deutschen Unternehmen so viele Sorgen wie Angriffe auf ihre IT-Infrastruktur. Über zwei Drittel der befragten deutschen Unternehmen sind in den letzten 12 Monaten angegriffen worden, weltweit sogar 71 Prozent.
Das Sicherheitsunternehmen Symantec hat im Rahmen seiner Studie "2011 State of Security Survey" weltweit 3300 Unternehmen befragen lassen, davon 100 in Deutschland. Die häufigsten Angriffe sind demnach mit Hilfe von Schädlingen durchgeführt worden (25 Prozent), hinzu kommt Datendiebstahl durch Social Engineering. Die Folgen sind Ausfälle der IT, Identitätsdiebstahl (etwa durch Phishing) sowie Diebstahl geistigen Eigentums.
Bei 99 Prozent der betroffenen Unternehmen sind durch Angriffe auf die IT finanzielle Schäden entstanden. Diese betreffen vor allem Produktivitäts- und Umsatzausfälle sowie Datenverluste. Bei jedem fünften Unternehmen beträgt der Schaden aus den letzten 12 Monaten mehr als 70.000 Euro. Der Anteil der angegriffenen Unternehmen ist weltweit gegenüber dem Vorjahr leicht zurück gegangen, von 75 auf 71 Prozent. Der Anteil derjenigen Unternehmen, die über eine Zunahme der Angriffe berichten, ist von 29 auf 21 Prozent gesunken.

Die zunehmende Nutzung verschiedenster Mobilgeräte, auch aus dem Privatbesitz der Angestellten, sowie die Nutzung sozialer Netzwerke schaffen neue Angriffsflächen. Bezogen auf die IT-Sicherheit ist die so genannte Konsumerisierung der IT für 46 Prozent der befragten deutschen Unternehmen (45 Prozent weltweit) die größte Herausforderung. Es folgen Mobilgeräte mit 42 Prozent (weltweit 47 Prozent) und der Wandel der Bedrohungsszenarien mit 41 Prozent (weltweit 43 Prozent). Soziale Netzwerke werden von 37 Prozent der deutschen Unternehmen als problematisch angesehen, weltweit sind es sogar 46 Prozent.

Für 30 Prozent der befragten deutschen Unternehmen ist das Thema IT-Sicherheit wichtiger geworden als noch im Vorjahr, für nur 12 Prozent ist deren Bedeutung leicht oder deutlich zurück gegangen. Hacker-Angriffe, unbeabsichtigte IT-Ausfälle durch Mitarbeiter sowie politisch oder finanzielle motivierte, gezielte Angriffe wie etwa durch Stuxnet sind mit jeweils 37 Prozent die größte Sorgen der IT-Verantwortlichen.

Unternehmen reagieren auf die Bedrohungslage, indem sie mehr Personal einstellen, um die IT-Sicherheit zu verbessern, sowie durch Erhöhung der Budgets für die IT-Abteilungen.
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