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Bea bringt AquaLogic BPM 6.0 auf den Markt

31.07.2007 | 10:35 Uhr |

Die Plattform für Business-Process-Management (BPM) von Bea Systems kommt mit erweiterter Standardunterstützung.

Bea Systems , Spezialist für Infrastruktursoftware, hat gestern die Verfügbarkeit von " AquaLogic BPM 6.0 " angekündigt. Die Suite integriert Tools, mit deren Hilfe Geschäftsprozesse modelliert, ausgeführt und in Echtzeit überwacht werden können. Als Highlight der neuen Version gilt die ausgebaute Unterstützung einschlägiger Industriestandards . Hierzu gehören die Business Process Modeling Notation (BPMN), die XML Process Definition Language (XPDL 2.0) und die Business Process Execution Language (BPEL 2.0). Interessant für Entwickler dürfte sein, dass auch eine neue, auf Eclipse basierende Tool-Umgebung eingeführt wurde. Hinzu kommt eine verbesserte Unterstützung für die Arbeit mit Java, .NET und anderen verbreiteten Programmiersprachen.

Anwendungsseitig hat Bea sein Produkt mit Features für Ad-hoc-Collaboration und Business Intelligence versehen. Über diese Funktionen sollen die an einem Geschäftprozess beteiligten Partner ihr Wissen schneller austauschen, Aktivitäten effizienter koordinieren und anhand von Simulationen Prozesse verbessern können. Die Notwendigkeit solcher Funktionen begründet Bea mit den Veränderungen im Business-Process-Management. Konzentrierten sich BPM-Projekte früher auf ausgewählte und gut bekannte Prozesse wie zum Beispiel die Auftragsabwicklung, wird BPM heute eher strategisch gesehen. Damit verbunden ist eine deutliche Komplexitätszunahme, die sich allein daraus ergibt, dass es im Verlauf eines Prozesses zahlreiche Entscheidungspunkte gibt, an denen menschliches Eingreifen erforderlich ist, um die weitere Prozessrichtung zu bestimmen. Software kann hier helfen, indem sie anhand der aufgezeichneten Aktionen eine Entscheidungshistorie aufbaut und Anwendern dokumentiert, wie in vergleichbaren Situationen zuvor reagiert wurde. Simulations-Routinen erlauben darüber hinaus, die Konsequenzen einer Entscheidung vorab zu testen beziehungsweise mit den Ergebnissen früherer Entscheidungen zu vergleichen.

Zur komfortableren Bedienung des Produkts hat Bea so genannte WorkSpace Extensions in AquaLogic BPM eingebaut. Sie bieten Anwendern eine Oberfläche ihrer Wahl, sei es das Enterprise-Portal, ein individueller Arbeitsplatz, der E-Mail-Client oder RSS-Reader. Auf diesem Weg will man die Bereitschaft zur Nutzung der BPM-Software von möglichst vielen Prozessbeteiligten erhöhen. Auch das Web-basierende Tool zur Definition von Geschäftsregeln und deren Änderungen während des Betriebs soll sich den Angaben zufolge einfach bedienen lassen.

Schließlich heißt es bei Bea, dass ein mit AquaLogic BPM 6.0 erstellter Geschäftsprozess als Service von jedem Enterprise Service Bus (ESB) verarbeitet oder von jeder Service-Registry aufgenommen werden kann, sofern die Produkte standardkompatibel sind. (ue)

Der Artikel stammt von computerwoche.de .

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