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Baut Elsa keine Grafikkarten mehr?

31.08.2000 | 16:39 Uhr |

Wie steht's wirklich um Elsa? Eine Pressemeldung lässt aufhorchen: Danach musste das Unternehmen im letzten halben Jahr eine "atypisch hohe Warenrücknahme" von seinen Distributoren verzeichnen. Auf PC-WELT-Anfrage gab Elsa die Auskunft, es handle sich bei den zurückgenommenen Produkten ausschließlich um Analogmodems und Netzwerklösungen.

Wie steht's wirklich um Elsa? Eine Pressemeldung lässt aufhorchen: Danach musste das Unternehmen im letzten halben Jahr eine "atypisch hohe Warenrücknahme" von seinen Distributoren verzeichnen. Auf PC-WELT-Anfrage gab Elsa die Auskunft, es handle sich bei den zurückgenommenen Produkten ausschließlich um Analogmodems und Netzwerklösungen.

Böse Zungen behaupten allerdings, es gehe bei Elsas Rücknahmeaktion sehr wohl auch um Grafikkarten. Man habe einfach zu viele Modelle in zu kurzer Zeit auf den Markt geworfen. Die Karten wären zwangsläufig zu Ladenhütern geworden.

Diese Behauptung ist vermutlich die Folge des Gerüchts, Elsa stelle die Grafikkartenproduktion komplett ein. Fakt ist: Das Unternehmen kündigte an, für Endanwender und Profis weiter hauseigene Grafikkarten zu vertreiben. Aber: Die technische Kompetenz wird aufgegeben und ab sofort das Nvidia-Referenzdesign der Karten übernommen. Elsa will außerdem die Referenztreiber von Nvidia verwenden und nur bei Bedarf optimieren.

Da stellt sich doch die Frage: Wie will der Hersteller, der einst damit warb, sich durch eigenes Design von den anderen abzuheben, nun mit den zahl- und namenlosen Taiwanherstellern konkurrieren? Die bauen nämlich auch nur Nvidia nach, sind aber viel billiger. (PC-WELT, 31.08.2000, vn)

www.elsa.de

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