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Microsoft muss sparen

20.01.2009 | 15:55 Uhr |

Kaum zu glauben: Microsoft muss den Gürtel enger schnallen. Der Redmonder Software-Gigant drückt auf die Kostenbremse und reduziert die Ausgaben für Immobilien, Mieten und Dienstleitungen. Entlassungen sind derzeit aber anscheinend nicht geplant.

So will Microsoft bestimmte bisher angemietete Immobilien nicht mehr weiter nutzen. Man werde bewusst die Mietverträge für Gebäude nicht mehr verlängern, die zu weit von der Unternehmenszentrale entfernt sind oder nicht mehr den qualitativen Ansprüchen genügen würden beziehungsweise zu wenig Kapazitäten bieten würden, war aus Redmond zu hören. Eine weitere Sparmaßnahme: Auf dem Unternehmens-Gelände sollen mit einer Ausnahme in den nächsten drei Jahren keine neuen Gebäude mehr gebaut werden.

Zudem hat Microsoft Ausgaben zusammengestellt, die nicht unmittelbar mit der Produktivität der Mitarbeiter zusammenhängen, sondern diesen als Benefits zu Gute kämen. So gibt Microsoft beispielsweise 12 Millionen Dollar für Catering-Dienste aus, eine Million Dollar bekommt Starbucks dafür, dass es den Microsofties in Redmond warme Getränke liefert. Für Nahrung stellt Microsoft acht Millionen Dollar bereit, für kostenlose Getränke 20 Millionen Dollar. Der Unternehmens-eigene Bus-Service, der die Mitarbeiter auf den Firmen-Campus bringt, schlägt mit 14 Millionen Dollar pro Jahr zu Buche. Ob es in diesen Bereichen auch zu Streichungen kommt, steht derzeit noch nicht fest.

Entlassungen bei den derzeit weltweit über 94.000 Mitarbeitern soll es dagegen bis auf weiteres nicht geben, wie die Tageszeitung Seattle Post Intelligencer auf ihrer Website berichtet .

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