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Battlefield 2142: In-Game-Werbung sorgt für Spyware-Vorwürfe

19.10.2006 | 09:46 Uhr |

Käufer von Battlefield 2142 dürfen sich auf virtuelle Schlachten auf futuristischen Schlachtfeldern und auf Werbeeinblendungen im Spiel freuen. Letzteres macht eine im Spiel integrierte Werbetechnologie möglich. Durch das Internet werden dabei immer neue Werbebotschaften im Spiel verbreitet. Kaum war das Spiel in dieser Woche erschienen, wurden auch schon Vorwürfe laut, das Spiel werde mit Spyware ausgeliefert. Publisher EA hat mittlerweile auf die Vorwürfe reagiert und versucht zu beschwichtigen.

Für Diskussionen im Internet sorgt derzeit der Online-Taktikshooter Battlefield 2142 von Electronic Arts, das seit kurzem in Deutschland erhältlich ist. Käufern der US-Version flattert beim Auspacken des Spiels ein Zettel entgegen, in denen sie darüber aufgeklärt werden, dass im Spiel eine Werbetechnologie von IGA Worldwide Inc. zum Einsatz kommt - sie sorgt dafür, dass im Spielgeschehen Werbung eingeblendet wird, die aus dem Internet heruntergeladen und dann im Spiel angezeigt wird.

Dazu zeichnet die Werbetechnologie auch die IP-Adressen und weitere anonymisierte Informationen auf und übermittelt diese an den Hersteller der Werbetechnologie, um den Erfolg der Werbeaktionen zu messen. In der deutschen Verpackung des Spiels ist der Zettel nicht enthalten, die genannte Werbetechnologie allerdings schon.

Schnell wurde der Vorwurf laut, dass das Spiel Spyware enthält. Gegenüber unserer Schwesterpublikation Gamestar versucht EA nun zu beschwichtigen und betont, dass die fragliche Werbetechnologie keinerlei Zugriff auf Daten auf dem PC hat, außer die, die zum Spiel selbst gehören. Außerdem werde nur die IP-Adresse des Spielers ermittelt, durch die festgestellt werden soll, in welchem Land er lebt, damit unterschiedliche Werbung ausgeliefert werden kann. Damit die Werbetreibenden Auskunft über den Erfolg ihrer Werbung erhalten können, zeichnet das Spiel außerdem auf, wo die Werbung im Spiel platziert war und wie lange die Spieler sie sich anschauten. Diese Daten werden dann über das Internet an die Macher der Werbetechnologie gesendet.

Wer also im Spiel auf den in der Zukunft angesiedelten Schlachtfelder spaziert, sieht dort Werbeplakate oder ähnliches, so wie im richtigen Leben. Ohne Frage, die Entwicklung des Spiels kostet Geld und es ist ein logischer Schritt, dass Unternehmen versuchen, Werbung in Spielen zu platzieren. Immerhin gelten Gamer als zahlungskräftiges Klientel.

Andererseits: Wenn der Spieler schon Werbung ertragen muss, wieso schlägt sich das nicht auf den Preis des Spiels aus? Immerhin kostet Battlefield 2142 mit 50 Euro genauso viel, wie jedes andere Spiel auch. Was ist Ihre Meinung zu diesem Thema? Können Sie mit Werbung in Spielen leben und wenn ja – zu welchem Preis? Äußern Sie doch Ihre Meinung einfach unter dieser News.

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