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Handy-App spendiert Usern einen Drink

10.07.2010 | 15:53 Uhr |

In Online-Welten wie sozialen Netzwerken à la Facebook und Co hat sich das Verschicken von virtuellen Geschenken mittlerweile zu einer ungemein populären Aktivität entwickelt. Mit "Bartab" hat das US-Unternehmen Webtab vor kurzem eine neuartige Applikation für Facebook und verschiedene Smartphones vorgestellt, die diesen Trend aufgreift. Das Besondere daran: Im Gegensatz zu bisherigen Angeboten haben User hier die Möglichkeit, sich nicht nur virtuell sondern auch im echten Leben auf einen Drink einzuladen.

"Facebook verlangt einen Dollar für einen virtuellen Drink, bei uns bekommt man für das gleiche Geld ein echtes Getränk geschenkt", erklärt Webtab-Gründer und -Chef Steve Johnson gegenüber dem San Francisco Chronicle. Der Privatunternehmer ist der festen Überzeugung, dass sich die Nutzer, wenn sie die Wahl haben, mit sehr großer Wahrscheinlichkeit für die zweite Variante entscheiden werden: "Wer gibt sich schon mit einem falschen Drink zufrieden, wenn er einen echten haben kann?"

Das Konzept von Bartap ist dabei denkbar einfach: Mithilfe der Facebook- und Handy-Applikation können User für einen Dollar einen Getränkegutschein erwerben, der in derzeit insgesamt 60 verschiedenen Bars in San Francisco angenommen wird und demjenigen, der beschenkt werden soll, ganz einfach per SMS-Textnachricht zugestellt wird. Der auf diese Weise Beschenkte muss dann nur noch den erhaltenen Gutschein beim örtlichen Barkeeper vorweisen und die Zapfgebühr von einem Dollar entrichten, um ein Getränk zu erhalten, das ihm ansonsten um ein Vielfaches teurer kommen würde.

Ob sich das in der Theorie durchaus sinnvoll klingende Konzept von Bartap auch in der Praxis erfolgreich umsetzen lässt, bleibt bislang noch abzuwarten. Ein erster Testlauf des Programms im Mai dieses Jahres lieferte offenbar recht brauchbare Ergebnisse. Dem Webtap-Gründer zufolge soll die Funktionalität der Applikation, die derzeit ausschließlich auf San Francisco beschränkt ist, nämlich schon im kommenden August auch auf weitere US-amerikanische Städte wie New York und Los Angeles ausgeweitet werden.

(pte)

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