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Banking-Spyware ist eine Wachstumsbranche

22.09.2006 | 17:01 Uhr |

Immer mehr Trojanische Pferde werden speziell zum Ausspionieren von Anmeldedaten beim Online-Banking und Online-Bezahldiensten entwickelt und im Umlauf gebracht. Die Zuwachsraten dieser Malware-Kategorie sind Besorgnis erregend.

Der spanische Antivirus-Hersteller Panda Software hat seit Januar 2005 etwa 7000 neue Trojanische Pferde entdeckt, die auf das Online-Banking spezialisiert sind. Derzeit werden jeden Monat 200 neue beobachtet.

Dabei zeigt sich eine weiter ansteigende Tendenz. Von Januar bis August 2005 wurden etwa 2500 neue Schädlinge dieses Typs entdeckt, im gleichen Zeitraum dieses Jahres sind es bereits über 3000. Dies entspricht einer Zunahme um 20 Prozent.

Als Beispiel nennt Panda den vor einigen Monaten aufgetauchten Schädling "Briz", der für gezielte Angriffe maßgeschneidert wurde. Dieser konnte bei einem einzigen Raubzug mehr als 2000 Dateien mit einer Gesamtgröße von über 70 MB erbeuten, davon allein 62 MB an Textdateien - entsprechend etwa 62.000 Seiten ausgedrucktem Text.

Ein Beispiel für die technische Weiterentwicklung dieser Trojanischen Pferde ist " Banbra.DCY ", der während des Anmeldevorgangs bei bestimmten Banken ein Video der Mausklicks aufzeichnet. Damit soll er virtuelle Tastaturen auszutricksen, um an die Zugangs-Codes für die Bankkonten zu gelangen.

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