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Bank: Infineon steigt aus dem Speichergeschäft aus

Infineon wird in dieser Woche seinen Ausstieg aus dem Speicherchipgeschäft bekannt geben. Davon geht die US-Investmentbank Needham & Co aus. Demnach soll der US-Bereich an Micron Technology und Produktionsstätten im Rest der Welt an die taiwanesische Nanya verkauft werden.

Die US-Investmentbank Needham & Co geht davon aus, dass der Münchner Chiphersteller Infineon Technologies in dieser Woche seinen Ausstieg aus dem Speicherchipgeschäft bekannt geben wird. Wie aus einer am Montag vorgelegten Needham-Analyse hervorgeht, soll das US-Geschäft den Quellen der Bank zufolge an den Wettbewerber Micron Technology verkauft werden. An die taiwanesische Nanya gehe die Speicherchipproduktion im Rest der Welt, auch das Werk in Dresden. Medienberichten zufolge wird der Aufsichtsrat am Donnerstag zusammenkommen. Am Freitag legt das Unternehmen Quartalszahlen vor. Infineon wollte keine Stellungnahme abgeben. "Spekulationen kommentieren wir grundsätzlich nicht", sagte eine Unternehmenssprecherin.

Needham-Analyst Charlie Glavin hat in seinem Szenario auch der ehemaligen Konzernmutter Siemens eine Rolle zugedacht. An sie sollen die Bereiche Communications und Industrial zurückgehen. "Wir sehen das als Gewinn für alle Beteiligten. Micron könnte dadurch die erforderliche kritische Masse im Flash-Speichergeschäft erreichen, Nanya seine Stellung im DRAM-Speichermarkt ausbauen und Siemens könnte sich mehr auf Halbleiter konzentrieren, die keine Massenware sind", schrieb Glavin. Er vergleicht die Situation mit dem Verkauf des DRAM-Speichergeschäfts von Texas Instruments an Micron im Jahr 1998.

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