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Bandbreitenfresser Youtube: Web-Traffic überholt P2P

21.06.2007 | 14:39 Uhr |

Jahrelang beanspruchten P2P-Börsen den Großteil der Web-Bandbreite. Doch damit ist es offenbar vorbei - meinen zumindest die Forscher von Ellacoya Networks. Ihren Daten zufolge hat der normale Web-Traffic (HTTP) erstmals seit vier Jahren den Anteil von P2P übertroffen. Und Youtube hat demnach einen maßgeblichen Anteil geleistet.

Es gibt eine Vielzahl an Internet-Anwendungen, und jede davon verbraucht mehr oder weniger Bandbreite. Die enorme Beliebtheit von P2P-Börsen spiegelte sich auch in der Web-Bandbreite wider, die diese Dienste für sich beanspruchten. Jahrelang waren sie vor normalem Web-Traffic immer auf Platz eins. Einer vor kurzem veröffentlichte Untersuchung von Ellacoya Networks zufolge , ist damit aber nun Schluss. Denn erstmals seit vier Jahren belegt normaler Web-Traffic (HTTP) mit 46 Prozent der gesamten Web-Bandbreite wieder Platz eins. P2P kommt demzufolge noch auf 37 Prozent. Das Datenmaterial basiert auf dem Nutzerverhalten von rund einer Million Breitband-Nutzern in Nordamerika.

Auf den weiteren Plätzen folgen laut Ellacoya Networks Newsgroups mit 9 Prozent, Video-Streaming (nicht per HTTP) mit 3 Prozent, Gaming mit 2 und VoIP mit 1 Prozent.

Interessant wird das Ganze, wenn man sich den Bereich HTTP-Traffic im Detail ansieht. Denn der Hauptverantwortliche für den Wechsel an der Spitze ist Youtube. Immerhin 20 Prozent des gesamten HTTP-Traffics, oder rund 10 Prozent der gesamten Web-Bandbreite, entfällt laut Ellacoya Networks auf das populäre Video-Portal. Der traditionelle HTTP-Traffic, wie er etwa beim Surfen auf Websites anfällt, führt aber weiterhin mit 45 Prozent des gesamten HTTP-Traffics.

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