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Quality of Service für virtuelle Umgebungen

26.02.2008 | 13:04 Uhr |

Neterion stellt neue 10-Gigabit-Ethernet-Adapter vor, die auch besonders anspruchsvolle Anwendungen wie virtuelle Server mit ausreichend Bandbreite versorgen.

Für virtuellen Maschinen steht oft nicht genug I/O-Leistung zur Verfügung. Darunter leiden insbesondere Applikationen wie Datenbanken oder Videospeicherung, aber auch Management-Funktionen wie "VMotion" vom Virtualisierungspionier VMware . Neterion verspricht hier Abhilfe.

Die "X3100"-Familie mit Dual Ports verwendet laut Neterion ein neuartiges PCIe-X8-System-Interface mit Single- und Multi-Root-I/O-Virtualisierung, mit der sich ein physikalischer Adapter in einem virtualisierten Server für mehrere ausgeben kann. Sie unterstützt alle wichtigen Betriebssysteme, Hypervisors und Server-Architekturen und ist unter anderem voll integrierte mit VMware "ESX Server 3.5" und dessen "NetQueue". Die Netzadapter unterstützen zudem vier virtualisierte Betriebsmodi, in denen 17 hardwarebasierende, voneinander unabhängige bidirektionale Datenpfade zur Verfügung stehen. Damit lässt sich der Traffic für QoS-Zwecke bei Line-Rate-Geschwindigkeiten klassifizieren, priorisieren und queuen. Die virtuellen Pfade unterstützen Load Balancing und lassen sich zurücksetzen.

Neterion entlastet überdies den Host, indem es zahlreiche Hypervisor-Aufgaben in den Adapter auslagert. Dadurch wird unter anderem die Nutzung des Speicher-Buses erheblich reduziert. "Virtualisierte Applikationen in virtuellen Maschinen können damit mehr als viermal so hohe Leistung erzielen wie virtualisierte Server ohne die Offload-Features", sagt Neterion-Chef Dave Zabrowski.

Auf den Markt kommen soll der X3100 im zweiten Halbjahr 2008. Die Preise liegen mit 900 bis 1000 Dollar auf dem gleichen Niveau wie die bisheriger 10-Gigabit-Adapter von Neterion. (tc)

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