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Ballmer zur Entwicklung von Vista

01.12.2006 | 10:44 Uhr |

Ein halbes Jahrzehnt hat es gedauert bis Microsoft mit Vista nun die neueste Version eines Windows-Betriebssystems auf den Markt gebracht hat - die eigentliche Entwicklungsarbeit an Windows Vista hat aber eigentlich nur zwei Jahre in Anspruch genommen. Dies hat jetzt Microsofts Chief Executive Officer Steve Ballmer verlauten lassen.

Steve Ballmer, Microsofts Chief Executive Officer, hat in einer Frage-und-Antwort-Runde nach dem Startschuss für die Unternehmens-Version von Vista in New York ( wir berichteten ) darüber reflektiert, was Microsoft von dem Prozess und den Verzögerungen, Vista auf den Markt zu bringen, gelernt hat.

"Zeit ist eine merkwürdige Sache", sagte Ballmer. "Man muss neuen Technologien Zeit geben sich zu entwickeln, bis man versuchen kann sie zusammenzubringen", fügte er hinzu. "Lass jede (Technologie) einzeln auf den Markt kommen und führ dann die Integration durch."

Seinen Ausführungen zufolge hat Microsoft die ersten zwei Jahre des Entwicklungsprozesses damit verbracht, eine Vielzahl an neuen Technologien aus dem Boden zu stampfen und kämpfte dann damit, sie miteinander zu kombinieren, erklärte Ballmer. Das dritte Jahr verlief recht reibungslos - Microsofts Entwickler konzentrierten sich auf das Windows XP Service Pack 2, wobei einige der Technologien dann schlussendlich in Vista endeten und nicht in XP. Das Gros an Arbeit an dem was Vista ausmacht und als Vista freigegeben worden ist, wurde dann in den letzten zweieinhalb Jahren vollbracht.

Microsoft CEO Steve Ballmer auf der Pressenkonferenz in New York zum simultanen Start von Office, Vista und Exchange Server 2007 (NASDAQ MarketSite)
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Ballmer beschrieb Vista als "die höchste Qualität, das allersicherste Windows Betriebssystem jemals." Er fügte aber auch hinzu, dass Microsoft sich nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen wird. In dem nächsten Windows OS Client wird der Hersteller verstärkt darauf achten, dass die im Aufbruch befindlichen neuen Technologien im Bereich Computer Hardware noch stärker berücksichtig werden. Er verwies in dem Zusammenhang namentlich auf den Wechsel von Einkern-Prozessoren zu Multikern-Prozessoren sowie Änderungen bei der Netzwerk-Infrastruktur.

Microsoft will in seinem nächsten OS auch an den Funktionen arbeiten, die für IT-Administratoren wichtig sind (Stichwort: Wartung) und für Software-Entwickler Verbesserungen beim Storage Management einführen, die es nicht in Vista geschafft haben. Ein künftiges Betriebssystem muss auch dem Wandel von Software zu Software-as-a-Service oder wie Ballmer es nennt "software plus service" gerecht werden. Anwender können sich darauf einstellen, "wesentlich mehr Service-Möglichkeiten" in Windows zu sehen.

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