06.05.2002, 15:12

Hans-Christian Dirscherl, Computerwoche

Ballmer erscheint nicht vor Gericht

Neues im Microsoft-Prozess: Anders als zunächst erwartet, wird Chief Executive Officer (CEO) Steve Ballmer nun nicht vor Gericht aussagen. Geplant war, dass der CEO wie Chairman Bill Gates vor knapp zwei Wochen dafür plädieren sollte, Windows nicht zu modularisieren oder Softwarecode offen zu legen. Neben Ballmer wird auch noch ein weiterer Top-Microsoft-Manager nicht vor Gericht erscheinen.

Neues im Microsoft-Prozess: Anders als zunächst erwartet, wird Chief Executive Officer (CEO) Steve Ballmer nun nicht vor Gericht aussagen. Geplant war, dass der CEO wie Chairman Bill Gates vor knapp zwei Wochen dafür plädieren sollte, Windows nicht zu modularisieren oder Softwarecode offen zu legen. Diese Sanktionen fordern die klagenden neun US-Bundesstaaten. Auch Gayle Brock, OEM-Account-Manager (Original Equipment Manufacturer) bei Microsoft, wird nicht vor Gericht erscheinen, wie unsere SchwesterpublikationComputerwochemeldet.
Damit verbleiben für den Rest der Verhandlung nur noch vier Personen auf Microsofts Zeugenliste: Jim Allchin, Group Vice President Platforms, Linda Averett, Produkt-Managerin Windows Digital Media Platform, John Bennett, ein Computer-Professor der University of Colorado, und Kenneth Elzinga, Wirtschaftsprofessor an der University of Virginia.
In der vergangenen Woche hatte Microsoft zunächst acht Personen von seiner Zeugenliste gestrichen. Darunter Richard Fade. Der Ausschluss dieses Microsoft-Managers für OEM- und PC-Hersteller-Beziehungen könnte bedeuten, dass die Anklage einige Beweisstücke, die Fade betreffen, nun nicht einreichen darf. Die Kläger hatten geplant, zur Befragung von Fade zwölf belastende Dokumente, darunter Mails von Dell Computer, vorzulegen. In der Vergangenheit hat die vorsitzende Richterin Colleen Kollar-Kotelly in der Regel nur Beweisstücke in dem Verfahren zugelassen, zu dem auch ein Zeuge im Kreuzverhör befragt werden konnte.
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