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Ballmer: Windows-Updates künftig nur für lizenzierte Versionen

03.11.2004 | 16:53 Uhr |

Microsoft wird die Sicherheits-Updates für das Betriebssystem Windows möglicherweise nicht mehr automatisch allen Windows-Nutzern zur Verfügung stellen.

Microsoft wird die Sicherheits-Updates für das Betriebssystem Windows möglicherweise nicht mehr automatisch allen Windows-Nutzern zur Verfügung stellen. Das berichtet unsere Schwesterpublikation Tecchannel .

Microsoft-Chef Steve Ballmer sagte der "WirtschaftsWoche" in ihrer neuen Ausgabe (Donnerstag): "Wenn ich mir ansehe, wie hoch in manchen Märkten der Anteil der Raubkopien ist, dann frage ich mich derzeit schon, ob alle Updates auch weiterhin uneingeschränkt und ungeprüft allen Windows-Nutzern zur Verfügung stehen sollten." Der Aufwand für die Updates sei erheblich.

Raubkopierer müssten sich darauf einstellen, dass sie künftig vom Support ausgeschlossen oder zur Kasse gebeten werden, berichtet das Magazin weiter. "Im vergangenen August haben wir unsere Windows-Plattform mit einem Service-Paket in Sachen Sicherheit extrem aufgewertet. Das ist ein enormer Aufwand", sagte Ballmer. Eine Entscheidung sei zwar noch nicht gefallen. "Aber wir müssen uns schon überlegen, wie wir mit dem Thema in Zukunft umgehen. Dabei müssen wir sowohl sicherheitsrelevante als auch ökonomische Aspekte abwägen."

Ballmer schätzt, dass insbesondere in Asien der überwiegende Teil der Windows-Nutzer mit illegaler Software arbeitet. "In Staaten wie China oder Malaysia sind 95 bis 98 Prozent der eingesetzten Microsoft-Programme Raubkopien."

Microsoft testet für sein Download-Center derzeit eine Funktion, die in diese Kerbe schlägt. Bei einigen Downloads sollen Benutzer, die ihre Software auf Legalität prüfen lassen, Vorteile genießen. Über das Center stellt der Software-Konzern Downloads zu diversen Produkten bereit, darunter auch DirectX und die Messenger-Lösungen. Der Test erfolgt über ein ActiveX-Control.

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