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Ballantine's Space Glass erlaubt Whiskey-Genuss im All

07.09.2015 | 15:51 Uhr |

Roségold und Plastik aus dem 3D-Drucker versprechen Whiskey-Genuss in der Schwerelosigkeit. In Deutschland wurde das Glas bereits getestet.

Erst vor kurzem hat der japanische Getränkehersteller Suntory seinen Whiskey auf die ISS geschossen . Im Weltraum soll das schottische Nationalgetränk eine besondere Reife erlangen. Doch wie sollen die Astronauten ein Schlückchen davon probieren? Gut, die Frage mag für die Astronauten dort zwar nur von theoretischer Natur sein - auf der ISS herrscht nämlich Alkohol-Verbot. Aber was machen Weltraum-Touristen, wenn Sie einen Scotch genießen wollen? Und wie würde eigentlich Luke Skywalker seinen Single Malt trinken?

Denn in der Schwerelosigkeit erweist sich das Nosing-Glas als wenig praktikabel. Und Whiskey mit dem Strohhalm - das geht nun wirklich nicht. Der Scotch-Hersteller Ballantine's hat sich darum etwas einfallen lassen: ein hübsches Trink-Glas für Whiskey, das auch in der Schwerelosigkeit funktioneren soll.

Das "Space Glass" von Ballantine's kommt zum Großteil aus dem 3D-Drucker und ist so konstruiert, dass der Whiskey im Glas bleiben soll. Dazu macht man sich auch den Effekt der Oberflächenspannung zunutze. Als Material wurde neben Plastik Roségold verwendet. Das Gold und die Plastik-Spirale im Glas-Inneren sollen der Erhöhung der Oberflächenspannung dienen, berichtet cnet. Setzt der Whiskey-Liebhaber zum Trinken an, fließt das Getränk über eine Helix im Glas-Inneren zum Mund, beziehungsweise zum Mund-Stück am Glas-Rand. Dieses erinnert an den Deckel eines Coffee-to-go-Bechers, ist aber ebenfalls aus Roségold gefertigt. Ein gläsener Deckel hält den Rest der kostbaren Flüssigkeit im Inneren, gibt aber den Blick frei auf das Getränk.

Spannend ist auch die Frage, wie der Whiskey in das Glas gelangt. Dazu befindet sich an der Unterseite ein Ventil, das nur in eine Richtung funktioniert - von außen in das Glas hinein. Ein Adapter für die Whiskey-Flasche liegt bei. Auch clever: Ein Magnet in der Unterseite des "Space Glass" erlaubt das gefahrlose Abstellen auf metallischen Oberflächen.

Das Glas wurde bereits getestet - im Fallturm Bremen . Die 110 Meter hohe Fallröhre erlaubt eine 9 Sekunden lange Zeit der Schwerelosigkeit.

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