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Website der GDL gehackt - Hacker verkündet Einigung mit Bahn

10.10.2007 | 15:33 Uhr |

Die Website der Gewerkschaft der Lokführer (GDL) ist gehackt worden. Eine gefälschte Pressemitteilung verkündete die überraschende Nachricht, dass nun doch eine Einigung mit der Bahn erzielt worden sei.

Nur kurze Zeit wurde über die Website der Gewerkschaft der Lokführer (GDL) die frohe Botschaft verkündet, die Gewerkschaft hätte sich nun doch und über den „kurzen Dienstweg“ mit der Bahn geeinigt und es werde keinesfalls zu einem Streik mehr kommen.

Das Ganze entpuppte sich allerdings als Scherz eines Hackers. Demnach hatte der Hacker auf der Website Mittwoch früh eine gefälschte Pressemitteilung veröffentlicht, in der eine angebliche Einigung mit der Bahn verkündet wurde. „Vergessen Sie es! Das war ein Hacker“, kommentierte eine GDL-Sprecherin den Vorfall. Auch die Bahn dementierte Berichte über eine Einigung.

Derzeit (Stand: 14:30 Uhr) ist die Website der GDL, www.gdl.de , nicht erreichbar. Wahrscheinlich hängt dies aber nicht mit dem Hackerangriff zusammen, sondern auf die massive Zugriffe nach Berichten über den Hackerangriff.

Der Hacker verbreitete folgenden Kompromissvorschlag, auf den sich angeblich die Bahn und die GDL geeinigt hätten: 12 Prozent mehr Gehalt bei einer Arbeitszeitverlängerung von 1,5 Stunden pro Woche. Zuletzt hatte die Bahn 10 Prozent (bei zwei Stunden Mehrarbeit pro Woche) angeboten und die GDL angedeutet, nicht auf eine 31-prozentige Lohnerhöhung beharren zu wollen.

Aktueller Stand im Tarifstreit: Bahn-Chef Mehdorn hat am Mittwoch die GDL dazu aufgefordert, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Eine Reaktion auf diesen Aufruf steht noch aus. Nach der bisherigen GDL-Ankündigung soll beginnend mit Donnerstag an den kommenden vier Werktagen ganztägig der Nahverkehr bestreikt werden.

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