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Backup-Software gratis: WD beugt sich im Festplatten-Speicherplatz-Streit

05.07.2006 | 12:37 Uhr |

Zwei Anwälte in den USA haben mit Western Digital eine Einigung erreicht, nach der Käufer einer Festplatte kostenlos eine Backup-Software im Wert von 30 US-Dollar erhalten. Die Anwälte hatten eine Klage eingereicht, weil auf den Festplatten rund sieben Prozent weniger Platz ist, als der Festplatten-Hersteller angibt.

Der Hersteller verkauft seine Festplatte mit der Angabe einer Kapazität von 100 GB und das Betriebssystem behauptet nach dem Einbau, es stünden nur rund 93 GB zur Verfügung. Das Phänomen ist allseits bekannt und die meisten haben sich damit abgefunden. Betriebssysteme nutzen zur Bestimmung der Kapazität eines Datenträgers ein binäres System, während die Festplatten-Hersteller ein dezimales System nutzen.

Zwei Anwälte nervte es allerdings so sehr, dass sie knapp sieben Prozent weniger Speicherplatz auf ihren Festplatten haben, dass sie schließlich eine Klage gegen Western Digital einreichten. Western Digital sieht sich im Recht. Um es aber nicht zu einem kostspieligen Verfahren kommen zu lassen, hat Western Digital mit den Klagenden eine Einigung erzielt: Alle Konsumenten, die zwischen Ende März 2001 und Mitte Februar 2006 eine Western-Digital-Festplatte erwarben, erhalten nach Eingabe der Festplatten-Seriennummer auf dieser Seite eine Backup-Software im Wert von 30 US-Dollar. Die rund eine Million berechtigten Festplatten-Besitzer müssen sich allerdings bis zum 16. Juli melden.

Lukrativ ist das Ganze für die beiden Anwälte. Sie erhalten von Western Digital die Summe von 500.000 US-Dollar für ihre Kosten und Ausgaben. Noch in der Schwebe ist, wie Seagate reagieren wird. Die beiden Anwälte hatten nämlich auch diesen Festplatten-Hersteller verklagt.

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