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Babylon: Details zum neuen Abo-System

22.05.2001 | 14:35 Uhr |

Das bisher kostenlose, weil mit Werbebanner finanzierte, Übersetzungstool Babylon wird demnächst auch in Deutschland auf ein kostenpflichtiges Abonnenten-System umgestellt. Wie der Chef von Babylon auf einer Pressekonferenz in München ankündigte, soll die Umstellung des Babylon-Dienstes innerhalb der nächsten 60 Tage erfolgen. Von da an werden die Nutzer von Babylon umgerechnet knapp 70 Mark für zwei Jahre oder 45 Mark für ein Jahr zahlen müssen.

Das bisher kostenlose, weil mit Werbebanner finanzierte, Übersetzungstool Babylon wird demnächst auch in Deutschland auf ein kostenpflichtiges Abonnenten-System umgestellt. Das ist an sich nichts Neues. Aufmerksame PC-WELT Leser werden die Nachricht schon vor ein paar Wochen gelesen haben, als wir dies meldeten Nun hat Babylon-Chef Roy Machnes aber weitere Details auf einer Pressekonferenz in München bekannt gegeben.

So soll die Umstellung des Babylon-Dienstes innerhalb der nächsten 60 Tage erfolgen. Von da an werden die Nutzer umgerechnet knapp 70 Mark für zwei Jahre oder 45 Mark für ein Jahr bezahlen müssen. Die Umstellung der Software erfolge automatisch von Israel aus. Sobald sich der Nutzer dann ins Internet einwählt und die Babylon-Software Kontakt zu den Servern in Israel aufnimmt, werde sie sich automatisch auf das neue System umstellen. "Die einzige Möglichkeit die Umstellung zu verhindern, ist, sich nicht mehr ins Internet einzuwählen", so Machnes.

Roy Machnes betonte im Gespräch mit PC-WELT, dass die Zeiten des kostenlosen Internets vorbei seien. "Es gibt weder einen logischen, noch einen kommerziellen Grund dafür, dass Dienste und Produkte aus dem Internet gratis sein sollen."

Die Finanzierung über Werbebanner habe sich nicht als rentabel erwiesen, deshalb habe man sich entschieden, den Babylon-Dienst um viele neue Funktionen zu erweitern und als Abonnenten-Dienst anzubieten.

Die deutschen Nutzer werden das Abo entweder über den Online-Shop von Babylon per Kreditkarte beziehen können, oder über eine kostenlose 0800-Nummer. Später im Jahr wird es möglich sein, Babylon auch auf CD im Handel zu erwerben. Die zweijährige Abo-Gebühr wird darin schon enthalten sein.

Für sein Geld erhalten Babylon-Nutzer Zugriff auf deutlich mehr Nachschlagewerke als bisher. So sind nicht nur Übersetzungen und Währungsumrechnungen wie auch bisher per Mausklick möglich, sondern auch die Abfrage eines Begriffes in weitergehenden Nachschlagewerken. Künftig soll es außerdem möglich sein, auf einen Namen zu klicken und anschließend Telefonnummer und Adresse als Sucheergebnis zu erhalten.

"Die Grundidee von Babylon ist es, dass der Anwender Informationen findet, ohne dass er mit dem aufhören muss, was er gerade macht", erläutert Roy Machnes. Man müsse also nicht die Anwendung wechseln oder zu seinem Bücherregal gehen, um in einem Lexikon nachzuschlagen. Ein Mausklick auf den Begriff und Babylon liefere die gewünschten Informationen kurz und knapp und auf Wunsch auch ausführlicher.

Unternehmen könnten die Software laut Machnes auch nutzen, um ihre eigenen Wissensdatenbanken in das System zu integrieren. Denkbar ist beispielsweise die komplette Aufnahme einer Datenbank aller Mitarbeiter. So könnten innerhalb eines Unternehmens diese Daten jederzeit abgefragt werden. Auch eine Datenbank über die angebotenen Produkte des Unternehmens könnte in Babylon integriert werden und allen Angehörigen des Unternehmens zugänglich gemacht werden.

Der "normale" Internet-Anwender kann von diesen Erweiterungsmöglichkeiten ebenfalls profitieren. Er ist nicht angewiesen auf die von Babylon selbst angebotenen Nachschlagewerke, sondern kann selbst welche erstellen oder aus dem Internet herunterladen. Diese können dann per Mail an Freunde geschickt werden und installieren sich automatisch. "So können Sie selbst entscheiden, wer von dem Wissen profitieren soll", so Machnes.

Schluss mit gratis: Babylon wird kostenpflichtig (PC-WELT Online, 11.05.2001)

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