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Vater bot Baby auf Ebay Kleinanzeigen an - für 5.000 Euro

17.10.2016 | 13:02 Uhr |

Ein Vater aus Duisburg hat nun gestanden, über Ebay Kleinanzeigen seine 40 Tage alte Tochter für 5.000 Euro angeboten zu haben.

Auf der deutschen Seite von Ebay Kleinanzeigen war am vergangenen Dienstag ein Baby zum Verkauf angeboten worden. Ebay Kleinanzeigen nahm das Angebot nach kurzer Zeit wieder vom Netz und zeigte den Ersteller an. Die Polizei Duisburg meldete kurze Zeit später, dass zwei Tatverdächtige ermittelt werden konnten, die die Verkaufsanzeige online gestellt hatten. Das Amtsgericht Duisburg hatte nach einem Antrag der Staatsanwaltschaft Duisburg eine Durchsuchung einer Wohnung einer Flüchtlingsfamilie in Duisburg-Rheinhausen genehmigt. Die Polizei hatte dann am vergangenen Mittwochabend die Durchsuchung durchgeführt.

Im Zuge der Durchsuchung war ein 40 Tage altes Mädchen in die Obhut des Jugendamtes übergeben worden. Die Tatverdächtigen wurden zur Vernehmung auf das Revier gebracht. Außerdem wurden in der Wohnung Beweismittel sicher gestellt. Die ersten Ermittlungen hatten ergeben, dass die Verkaufsanzeige von dem Internetanschluss des ermittelten Paares aufgegeben worden war. Dieser Anschluss werde allerdings auch von anderen Familienmitgliedern genutzt und daher dauerten die Ermittlungen in diesem Fall noch an, teilte die Polizei Duisburg Mitte vergangener Woche mit.

Vater legt Geständnis ab

Am Montag wurde nun bekannt, dass der 28 Jahre alte Vater des Babys sich am Freitagabend der Polizei gestellt und gestanden hat, auf Ebay Kleinanzeigen sein Kind zum Verkauf angeboten zu haben. Der Mann übergab der Polizei auch sein Handy, über das offenbar die Anzeige und das Foto auf Ebay Kleinanzeigen landeten. Das Ganze, so behauptet es jedenfalls der Vater, sei ein "Scherz" gewesen. Es besteht aber der Verdacht, dass der Mann sein Kind tatsächlich verkaufen wollte. Die Ermittlungen dauern an und werden ergeben, ob sich der Vater wegen Menschenhandels verantworten muss. Nach der Vernehmung durfte er wieder nach Hause. Das Baby bleibt in der Obhut des Duisburger Jugendamtes und lebt bereits in einer Pflegefamilie. Die Mutter ist  laut einem Bericht von RP-Online psychisch nicht in der Lage, sich um ihr Kind zu kümmern.

Es ist nicht der erste Fall dieser Art - 2005 sollte ein Baby aus Deutschland 10.000 Euro mindestens kosten

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