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BSI warnt vor Malware in E-Zigaretten

31.05.2016 | 14:41 Uhr |

Zum Weltnichtrauchertag warnt das BSI vor E-Zigaretten. Nicht aus gesundheitlichen Gründen, sondern wegen Malware-Gefahr.

Die Nutzer von E-Zigaretten gefährden nicht nur potentiell ihre eigene Gesundheit, sondern auch die Gesundheit ihres Rechners. Jedenfalls wenn sie per USB an einem Rechner aufgeladen werden. Darauf weist das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik am heutigen Weltnichtrauchertag (31. Mai) hin.

Cyber-Kriminelle, so heißt es in der Mitteilung des BSI, können über eine E-Zigarette einen Schadcode auf Rechnern einschleusen. Der Einstiegspunkt sei dabei der USB-Anschluss, über den viele E-Zigaretten am Rechner aufgeladen werden können. "Wird nun in einem Gerät mit USB-Stecker ein Mikrochip versteckt, der einen schädlichen Code enthält, kann dieser über den USB-Port direkt in den Rechner gelangen, und zwar ohne von einer Firewall aufgehalten zu werden", so das BSI.

Diese gelinge vor allem dann, wenn das USB-Gerät vom Computer als Haupteingabegerät wie beispielsweise eine Tastatur erkannt werde, da diese oft umfangreiche Zugriffsrechte habe.

Das BSI empfiehlt zum Schutz vor derartigen Attacken keinerlei USB-Geräte an einen Rechner anzuschließen, die "unbekannter oder zweifelhafter" Herkunft seien. Das gelte letztendlich nicht nur für E-Zigaretten, sondern für jegliche Geräte mit USB-Anschluss, wie etwa USB-Sticks oder USB-Gadgets. Zum Aufladen von E-Zigaretten sei es empfehlenswert, sich ein USB-Ladegerät anzuschaffen. Eine Empfehlung, mit dem E-Zigaretten-Rauchen aufzuhören, gibt das BSI nicht. Diese Aufforderung findet sich bei der WHO zum heutigen Weltnichtrauchertag.

In der Vergangenheit gab es bereits Berichte über eine Infizierung von Rechnern über eine E-Zigarette. Ein günstiges China-Modell hatte eine Malware an Bord, die sich nach dem Anschluss der E-Zigarette über den USB-Anschluss auf dem Rechner ausbreitete.

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