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BSA: Verluste aus Raubkopien gehen zurück

10.06.2002 | 12:33 Uhr |

Die Verluste der Software-Industrie durch Raubkopien sind weltweit rückläufig. Die Gründe für den Rückgang liegen Angaben der Business Software Alliance zufolge allerdings nicht bei verantwortungsbewussteren Anwendern.

Die Verluste der Software-Industrie durch Raubkopien sind weltweit rückläufig. So betrug der Schaden, einer Studie der Business Software Alliance (BSA) zufolge, im Jahr 2001 "nur" noch 10,97 Milliarden Dollar, im Jahr 2000 waren es noch 11,75 Milliarden Dollar.

Die BSA schätzt die Nutzung von illegaler Software anhand folgender Vorgehensweise: Für 85 Länder wird die tatsächliche Höhe verkaufter Produkte mit dem geschätzten Bedarf an Software-Produkten verglichen. Die Differenz der beiden Zahlen ergibt die Menge nicht-lizenzierter Anwendungen. Diese Zahl wird nun mit einem durchschnittlichen Preis für Unternehmens-Software multipliziert und ergibt somit den Verlust durch Raubkopien.

Doch obwohl der Schaden um immerhin 6,7 Prozent zurückgegangen ist, soll die Nutzung unlizenzierter Software trotzdem weiter zugenommen haben. So wuchs die Rate von 37 Prozent in 2000 auf 40 Prozent in 2001. Somit seien weltweit vier von zehn eingesetzten Software-Programmen nicht lizenziert und somit illegal.

Den Widerspruch zwischen der steigenden Nutzung und dem Schadensrückgang löst die BSA in ihrer Studie folgendermaßen: So seien ein starker Dollar, Preisrückgänge bei Unternehmens-Software sowie eine generelle Verlangsamung der weltweiten Wirtschaft verantwortlich für den Rückgang der Schadensbilanz.

Wie sich der Schaden weltweit verteilt, lesen Sie auf den folgenden Seiten.

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