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BSA: Urheberrechtsabgaben Doppelbelastung für Nutzer

12.10.2004 | 13:38 Uhr |

Die Business Software Alliance und die EICTA (European Information and Communications Technology and Consumer Electronics Industry Association) kommen in einer gesamteuropäischen Analyse zu dem Schluss, dass Urheberrechtsabgaben zu einer doppelten Belastung der Konsumenten führen.

Die Business Software Alliance und die EICTA (European Information and Communications Technology and Consumer Electronics Industry Association) haben eine gesamteuropäische Analyse zu Urheberrechtsabgaben vorgestellt. Das Ergebnis: Trotz der Einführung diverser DRM-Systeme entrichten Anwender immer noch Urheberrechtsabgaben. Dies stellt für Unternehmen und Verbraucher eine doppelte Belastung dar, so die beteiligten Verbände.

Bei der Analyse wurde die Umsetzung des Artikels 5.2(b) der EU Urheberrechts-Leitlinie in 15 europäischen Staaten untersucht, die über Systeme für Pauschalabgaben verfügen. Die Untersuchung zeige, dass "die Vorgaben der Richtlinie, wonach mehrfache Vergütung der Rechteinhaber vermieden werden soll und technische Schutzmechanismen in Betracht gezogen werden müssen, nicht einheitlich umgesetzt werden", so die BSA.

Die Erkenntnisse der Studie fassen die Verbände in folgenden vier Punkten zusammen:

* DRM-Systeme werden bei der Festlegung der Pauschalabgaben nicht systematisch in die Überlegungen der nationalen Verwertungsgesellschaften einbezogen.
* Trotz der zunehmenden Verbreitung von DRM-Technologien erheben die Verwertungsgesellschaften Abgaben auf immer mehr Produkte.
* Es scheint keine systematische Analyse der Kosten zu geben, die durch Privatkopien entstehen. Aus diesem Grund können die verlangten Abgaben in keinem objektiven Verhältnis dazu stehen, was fairerweise für legale Privatkopien verlangt werden darf.
* Es fehlt eine EU-weite Analyse der Festlegungsprozesse für Pauschalabgaben, um für alle Beteiligten größere Transparenz zu bieten.

"Es ist entscheidend, dass eine neutrale und übergreifende Einschätzung dieses Themas durch die EU geschieht. Die Ausweitung der Pauschalabgaben verunsichert Verbraucher und Unternehmen gleichermaßen und verwischt die Trennlinie zwischen rechtmäßigen privaten Kopien und Raubkopien. Die EU muss sicherstellen, dass die Nutzer nur für die Inhalte bezahlen, die sie wirklich nutzen, nicht für mehr und nicht für weniger“, erklärt Francisco Mingorance, Director of Policy der BSA Europe

Die komplette Studie finden Sie hier auf der Website der BSA .

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