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BSA: Höhere Prämien für Informanten

08.05.2006 | 17:31 Uhr |

Die Business Software Alliance erhöht den Druck auf Unternehmen, die unlizenzierte Software einsetzen. In einer zeitlich befristeten Aktion wird der Branchenverband ein höheres "Kopfgeld" als sonst üblich für entsprechende Informationen zahlen.

Die Business Software Alliance wird die Höhe der Prämien verdoppeln, die es Firmen-Mitarbeitern in England anbietet, wenn diese ihre Arbeitgeber wegen der Nutzung unlizenzierte Software melden. Dies melden unsere Kollegen der Computerworld.

Bis 30. Juni sind Prämien von bis zu 20.000 Pfund für Berichte über unlizenzierte Software möglich. Im Juli wird der Branchenverband dann wieder zu der ursprünglichen Höhe der Prämien zurückkehren (bis zu 10.000 Pfund).

Die Erhöhung der Prämien zum jetzigen Zeitpunkt ist kein Zufall. Angaben der BSA zufolge wurde die Steigerung auf den Zeitpunkt abgestimmt, zu dem Angestellte in Firmen in England etwaige Bonuszahlungen erhalten und Gehaltsverhandlungen anstehen – die Wahrscheinlichkeit, dass Firmen von verärgerten Mitarbeitern gemeldet werden ist schlicht und einfach höher als wenn die Mitarbeiter zufrieden sind.

Viele Firmen "denken, dass sie davon kommen können" mit dem Einsatz illegaler Software, so Siobhan Carroll, Regional Manager für Nord-Europa bei der BSA. "Indem die finanziellen Anreize für Informanten verdoppelt werden, verdoppeln wir gewissermaßen auch das Risiko für Firmen erwischt zu werden", so Caroll. Hoffentlich, so die Managerin weiter, verhilft die Maßnahme der Software-Lizenzierung zu einer höheren Priorität.

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