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BPjM-Filterliste im Internet geleakt

08.07.2014 | 19:05 Uhr |

Der komplette Inhalt der für diverse Kinderschutz-Programme und Router-Sperrlisten genutzten BPjM-Filterliste ist ungewollt im Internet aufgetaucht.

Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BpjM) führt eine Liste von Internet-Adressen, die für Kinder und Jugendliche nicht geeignet sind. Diese geheime Übersicht umfasst rund 3.000 Einträge und wird einmal monatlich an 27 Partner ausgeliefert. Diese integrieren die Liste in ihre Produkte, die Telekom beispielsweise in ihre "Kinderschutz Software", AVM erweitert damit die Schutzliste im Router.

Die komplette Filterliste ist nun ungewollt im Internet gelandet. Zwar befindet sich die Sammlung ungeeigneter Seiten auch auf den Rechnern der Anwender, dort ist sie aber über Hashes vor dem Zugriff geschützt. Über einen Vergleich mit ähnlichen Sperrlisten aus anderen Ländern ließ sich trotz Verschleierung herausfinden, welche Adressen von der BPjM als jugendgefährdend eingestuft werden.

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Die Liste umfasst jugendgefährdende Seiten aus dem Porno-Umfeld. Darüber hinaus werden auch rechtsradikale Inhalte in den Filter aufgenommen, die auf ausländischen Servern gehostet werden.

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