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BND und BfV spionieren angeblich mit NSA-Werkzeugen

21.07.2013 | 12:54 Uhr |

Der Bundesnachrichtendienst (BND) sowie das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) setzen aktuellen Meldungen zufolge eine Spähsoftware der NSA ein. Sie trägt den Namen XKeyscore.

Wenn sich die deutschen Behörden auch alle Mühe geben, im Fall Prism die Ahnungslosen zu mimen, kommen immer mehr brisante Details zur Zusammenarbeit der US-amerikanischen und deutschen Geheimdienste ans Tageslicht. So will heute der Spiegel von einer neuen Spähsoftware erfahren haben. Sie trägt den Namen XKeyscore, stammt von der NSA und wird sowohl vom Bundesnachrichtendienst (BND) als auch vom Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) zur gemeinsamen Terrorbekämpfung mit den USA eingesetzt.

XKeyscore ermögliche dabei laut dem Spiegel die „digitale Totalüberwachung“. Neben Verbindungsdaten erfasst die Software unter anderem auch Suchbegriffe sowie Kommunikationsinhalte. Sollte sich ein Internet-Nutzer verdächtig machen, kann er über XKeyscore für mehrere Tage komplett überwacht werden. Allein im Dezember 2012 wurden den Angaben zufolge mehr als 180 Millionen deutsche Datensätze von dem Tool erfasst.

Prism: Wirbel um US-Spähaffäre in Deutschland lässt NSA-Chef kalt

BND und BfV halten sich angesichts der aktuellen Enthüllungen bedeckt. Gegenüber der Bild am Sonntag räumte Hans-Georg Maaßen, Präsident des BfV jedoch ein, dass das Bundesamt für Verfassung die vom Spiegel angesprochene Software zwar teste, sie jedoch nicht für seine Arbeit einsetze.


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