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BND soll NSA-Spähdaten genutzt haben

15.07.2013 | 11:09 Uhr |

Der BND soll in den vergangenen Jahren laut Medienberichten Daten genutzt haben, die der US-Geheimdienst NSA im Rahmen des Spähprogramms Prism und mit ähnlichen Programmen gesammelt hat.

Laut einem Bericht der Bild-Zeitung hat zumindest der Bundesnachrichtendienst (BND) gewusst, dass der US-Geheimdienst NSA die Telefon- und Internetdaten deutscher Nutzer in Deutschland sammelt und speichert. Der BND habe bei Entführungen von deutschen Staatsbürgern in Jemen und Afghanistan bei der NSA nach den über die Personen gespeicherten Kommunikationsdaten angefragt.

Die Daten dienten dazu zu ermitteln, wo sich die Personen zuletzt befanden und mit wem sie via Mail oder Telefon kommunizierten. Laut dem Bericht dürfe die NSA bei einer lebensbedrohlichen Situation auch ohne richterlichen Beschluss 72 Stunden lang auf alle Kommunikationsdaten einer Person zugreifen und diese auswerten.

In dem Zeitungsbericht wird auch der Darstellung von Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich widersprochen, der gesagte hatte, dass mit PRISM gezielt nach Daten im Bereich des Terrorismus und der organisierten Kriminalität gesucht werde. Laut Bild werde mit Prism und ähnlichen Programmen die gesamte elektronische Kommunikation auch in Deutschland ausgespäht. Alle Daten würden dann bis zu sechs Monate gespeichert. Die dabei gesammelten Metadaten würden dagegen unbegrenzt aufbewahrt.

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