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BND-Mitarbeiter spionierte für CIA

06.07.2014 | 14:43 Uhr |

Ein Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes soll den NSA-Untersuchungsausschuss für die USA ausspioniert haben. Der 31-Jährige wurde verhaftet.

Die Bundesanwaltschaft hat Ende der vergangenen Woche einen Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes (BND) verhaftet. Der 31-Jährige soll gestanden haben, den NSA-Untersuchungsausschuss für die USA ausspioniert zu haben. Das berichten WDR, NDR und Süddeutsche Zeitung unter Berufung auf Regierungskreise.

Der BND-Mitarbeiter wurde den Angaben zufolge wegen des „dringenden Verdachts der geheimdienstlichen Agententätigkeit“ festgenommen. Er soll vom US-Geheimdienst mehrfach mit der Bespitzelung der Aktivitäten des NSA-Untersuchungsausschusses beauftragt worden sein.

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Ursprünglich soll der 31-Jährige bei seiner Verhaftung unter dem Verdacht gestanden haben, mit dem russischen Geheimdienst zu kooperieren. Bei seiner Vernehmung soll der Mann dann jedoch eingeräumt haben, den US-Geheimdienst mit Informationen versorgt zu haben. Ob der BND-Mitarbeiter möglicherweise eine Falschaussage gemacht hat, wird derzeit von Ermittlern überprüft. Sollte sich seine Spionage-Tätigkeit für die USA bestätigen, wäre dies laut Süddeutscher Zeitung der größte Skandal um einen deutsch-amerikanischen Doppelagenten in der Nachkriegszeit.

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