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BMW ruft Autos wegen Bremsen-Problem zurück (Update)

07.10.2013 | 09:45 Uhr |

BMW ruft weltweit Fahrzeuge der Baureihen 1er, 3er, 5er, X1, X3 und Z4 in die Werkstätten zurück. Weil der Bremskraftverstärker ausfallen könnte. Update 7.10.2013: BMW hat das Problem näher erklärt.

BMW hat einen neuen Rückruf gestartet. Weltweit müssen 176.000 Fahrzeuge in die Werkstatt, wie Spiegel Online berichtet. In Deutschland sollen demnach 6800 Autos die Werkstätten aufsuchen müssen.

Grund: Der Bremskraftverstärker könnte defekt sein. Wenn der Bremskraftverstärker ausfällt, muss der Fahrer stärker auf die Bremse treten, um die volle Bremsleistung erzielen zu können. Die Bremse selbst kann durch diesen Defekt zwar nicht ausfallen, das Fahrzeug lässt sich also auch ohne Bremskraftverstärker sicher zum Stillstand bringen.

Doch ist man es in modernen Fahrzeugen nun einmal gewohnt, dass man den Wagen auch mit einem verhältnismäßig sanften Fußdruck ausreichend abbremsen kann. Selbst bei hohen Geschwindigkeiten. Weil der Bremskraftverstärker den Bremsdruck automatisch verstärkt. Die plötzlich fehlende Bremsleistung aufgrund des defekten Bremskraftverstärkers könnte einen Fahrer überraschen und dadurch doch noch gefährlich werden. Weil erstens der Bremsweg länger wird und zweitens der Fahrer in Panik gerät.

BMW und Mini auf der IAA 2013

Das Bremsverhalten eines modernen Fahrzeugs, bei dem der Bremskraftverstärker überraschend ausfällt, lässt sich außerdem nicht mit dem Bremsverhalten eines Oldtimers vergleichen, bei dem überhaupt kein Bremskraftverstärker eingebaut ist. Denn beim automobilen Veteranen ist die Bremse von vornherein so ausgelegt, dass sie ohne Bremskraftverstärker bremst. Der Fahrer weiß zudem bei einem Oldie, dass er grundsätzlich mit einem herzhaften Stiefeldruck auf die Bremse steigen muss – ein Bremsverhalten, das viele Fahrer moderner Fahrzeuge mit diversen elektronischen Helfern überhaupt nicht mehr kennen und deshalb eher zaghaft bremsen. Insofern erscheint der Grund für den Rückruf von BMW durchaus ernst zu sein.

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Konkret soll es sich um BMW-PKWs aus diesen Baureihen handeln: 1er, 3er, 5er, X1, X3 und Z4. Und zwar um sehr junge Fahrtzeuge, die aus den Baujahren 2012 und 2013 stammen.

Update 9:45 Uhr, 7. Oktober 2013:

BMW hat auf unsere Nachfrage das Problem näher erläutert.

Konkret betroffen sind demnach nur einige Fahrzeuge mit dem 2-Liter-4-Zylinder-Benzinmotor (die Nockenwelle dieses Motors steuert die Pumpe für den Druckaufbau des Bremskraftverstärkers):

BMW 125i, 320i/328i

BMW 520i/528i

BMW X1 20i/28i

BMW X3 20i/28i

BMW Z4 18i/20i/28i

Und zwar aus dem Produktionszeitraum 6/2012 bis 8/2013.

Die Halter der in Deutschland betroffenen 6800 Fahrzeuge schreibt BMW an und bietet sie zur Überprüfung in die Werkstatt. Dort wird die Nockenwelle des Motors daraufhin überprüft, ob sie von dem Problem betroffen ist. Sofern das der Fall sein sollte, wird die Nockenwelle nachbearbeitet.

So erkennt ein Fahrer das Problem: Bei BMWs mit dem oben genannten Benzinmotor, die von dem Problem betroffen sind, kann sich das Bremspedal von Bremsvorgang zu Bremsvorgang allmählich härter anfühlen.

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