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BMW sieht Vorwürfe von Google gelassen

Während andere Unternehmen mehr oder weniger panisch auf einen Rauswurf aus dem Google-Index reagieren würden, gibt sich BMW betont gelassen.

Der Autobauer BMW hat gelassen auf den Rauswurf seiner deutschen Web-Seite aus dem Suchindex der Internet-Suchmaschine Google reagiert. Man könne den Vorwurf der Manipulation nicht nachvollziehen, sagte ein BMW-Sprecher am Montag in München. Es liefen aber bereits Gespräche mit Google. "Wir gehen davon aus, dass Google die Webseite www.bmw.de binnen kurzer Zeit wieder listen wird."

Die deutsche Web-Seite des Autoherstellers war bei Google aus dem Suchindex herausgeflogen. Zur Begründung hatte es geheißen, es sei versucht worden, Google-Suchergebnisse zu manipulieren. Ziel sei gewesen, in der Trefferliste bei Google möglichst weit nach oben zu rutschen. Als Folge waren die Adresse www.bmw.de und ihre verschiedenen Bereiche zunächst nicht mehr direkt über die Suchmaschine auffindbar, während andere Konzernseiten wie www.bmw.com weiterhin in den Ergebnissen auftauchten.

Der BMW-Sprecher erklärte, man sei überrascht über den Schritt von Google gewesen. Die verwendeten so genannten Doorway-Pages, über die der Internetnutzer auf bestimmte BMW-Seiten weitergeleitet worden war, habe man als "Service für die Kunden" gesehen. Die fraglichen Seiten seien aber bereits seit vergangenem Donnerstag nicht mehr online. Die Auswirkungen für BMW hielten sich zudem in Grenzen. Im Januar seien einer Erhebung zufolge lediglich rund 4400 der 1,1 Millionen Nutzer oder 0,4 Prozent über Google auf die BMW-Webseite gelangt. "Wir sehen das eigentlich relativ gelassen", sagte der BMW-Sprecher.

Google legt sich mit BMW an (PC-WELT Online, 06.02.2006)

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