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BMW ruft 34.000 Autos zurück: Todesfall wegen Airbag-Defekt?

17.11.2016 | 16:24 Uhr |

BMW ruft rund 34.000 hochpreisige Fahrzeuge in die Werkstätten. Bei einem Front- oder Heck-Unfall kann der Airbag nicht auslösen. In China wurde ein Todesfall untersucht.

BMW ruft 33.600 Fahrzeuge zurück in die Werkstätten. Dabei handelt es sich durchwegs um hochpreisige Oberklasse- und Luxusmodelle: BMW 7er, 5er GT und Rolls-Royce Ghost, die im Produktionszeitraum von 12/2011 bis 06/2012 vom Fließband rollten.

Der sicherheitsrelevante Rückruf hat einen sehr ernsten Grund: Die Airbags könnten im Falle einen Unfalls versagen. Konkret beschreibt BMW das Problem folgendermaßen: „Durch einen Softwarefehler bei der Herstellung eines Sensors beim Lieferanten werden im Fall eines Front- beziehungsweise Heckcrash in Längsrichtung falsche Daten an das Airbagsteuergerät gesandt. Dies kann dazu führen, dass der Airbag nicht sicher auslöst.“

Zu diesen 33.600 Fahrzeugen mit fehlerhafter Software kommen noch einmal 650 weitere PKW von BMW: „Des Weiteren wurde in ca. 650 Fahrzeugen ein fehlerhaftes Ersatzteil verbaut. Auch diese Automobile sind Gegenstand des Rückrufs.“

Nur 2300 BMWs in Deutschland betroffen

Von den zurückgerufenen Fahrzeugen sind aber nur rund 2300 Fahrzeuge in Deutschland zugelassen. Das erklärte uns BMW auf unsere Nachfrage.

Das machen die Werkstätten

BMW tauscht deshalb den Airbag-Sensor bei den betroffenen Fahrzeugen aus.

BMW informiert die Halter

Die Halter der Fahrzeuge würden unverzüglich informiert. Die Reparatur in der BMW-Werkstatt nimmt laut BMW zirka drei Stunden in Anspruch und ist für den Kunden kostenlos. Die Mobilität der betroffenen Kunden will BMW sicherstellen.

Um zu erfahren, ob ihr Fahrzeug betroffen ist, können Kunden sich an die BMW Service Partner wenden oder sich direkt mit Eingabe der Fahrgestellnummer/FIN hier informieren.

Bereits ein Toter wegen dieses Airbag-Defekts?

Verschiedene Medien berichten, dass wegen dieses Problems in China bereits ein Fahrer gestorben sei. PC-WELT fragte bei BMW nach, ob es tatsächlich bereits einen Toten aufgrund eines nicht auslösenden Airbags gegeben habe. Dieter Falkensteiner, Kommunikation Test und Technik von BMW, antwortete uns folgendermaßen: „Der tödliche Ausgang eines Unfalls im Januar 2016 in China wurde untersucht. Die Todesursache kann nicht eindeutig auf das Nicht-Auslösen des Airbags zurückgeführt werden. Der verunglückte Fahrer war nicht angeschnallt.“

Dieses Airbag-Problem soll laut BMW in keinem Zusammenhang mit dem Riesen-Rückruf stehen, der wegen fehlerhafter Airbags von Takata notwendig wurde.

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