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BMG: Neuer Kopierschutz?

31.07.2001 | 13:17 Uhr |

Die Bertelsmann Music Group (BMG) will einen wirkungsvolleren Kopierschutz für CDs zum Einsatz bringen. Hierzu gab das Unternehmen eine Zusammenarbeit mit SunnComm bekannt. Mit Hilfe der Technologie von SunnComm sollen Raubkopien künftig verhindert werden.

Die Bertelsmann Music Group (BMG) will einen wirkungsvolleren Kopierschutz für CDs zum Einsatz bringen. Hierzu gab das Unternehmen eine Zusammenarbeit mit SunnComm bekannt. Mit Hilfe der Technologie von SunnComm sollen Raubkopien künftig verhindert werden.

SunnCom setzt dabei auf das MediaCloQ-Verfahren, das das Rippen von CDs direkt auf den Computer unmöglich machen soll. Genaue Details gab das Unternehmen nicht bekannt. Nur soviel: "Man kann den Inhalt der CD nicht sehen", meinte William Whitmore Jr., Vizepräsident von SunnCom. "Und was man nicht sehen kann, kann man auch nicht rippen", so die logische Schlussfolgerung von Whitmore.

BMG testet nun den Kopierschutz von SunnCom und wird zunächst Promo-CDs mit MediaCloQ versehen. Später soll dann über eine weitere Zusammenarbeit entschieden werden. Sami Valkonen, der Senior Vizepräsident von BMG, ließ verlauten, dass BMG neben SunComm auch mit den Technologien von Midbar, Macromedia und einigen anderen Unternehmen experimentiert.

Das Wichtigste ist, dass die Qualität der Aufnahmen nicht von den Kopierschutzmechanismen betroffen ist, und die CDs von allen Geräten gelesen werden können, so Valkonen weiter. Bereits im vergangenen Jahr setzte BMG in Deutschland einen Kopierschutz ein. Das Experiment mit der Technik von dem israelischen Unternehmen Midbar scheiterte jedoch, da die CDs auf einigen Abspielgeräten ihren Dienst verweigerten. Aus diesem Fehler will man allerdings gelernt haben.

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