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BKA stuft Waffen aus dem 3D-Drucker als ernste Gefahr ein

30.05.2013 | 05:15 Uhr |

Das Bundeskriminalamt sieht eine Gefährdung in der Erstellung eigener Schusswaffen per 3D-Drucker.

3D-Drucker erlauben Bastlern die Produktion individueller Bauteile. Sogar funktionstüchtige Handfeuerwaffen können mit den Alleskönnern einfach ausgedruckt werden. Entsprechende Baupläne finden sich zum kostenlosen Download im Internet. Das Bundeskriminalamt sieht in dieser Entwicklung eine ernste Gefahr.

Die Bild-Zeitung will in den Besitz eines internen Dokuments gelangt sein, das ein geheimes Treffen des BKA und der deutschen Geheimdienste im Bundeskanzleramt im Mai erwähnt. Auf der Sitzung seien auch die Gefahren diskutiert worden, die sich aus der Produktion funktionierender Schusswaffen per 3D-Drucker ergeben.

Sturmgewehr aus dem 3D-Drucker feuert sechs Schüsse ab

Zwar könnten die Waffen nur mit leistungsschwacher Munition verwendet werden, trotzdem seien Pistolen und Gewehre aus dem 3D-Drucker grundsätzlich funktionsfähig. Außerdem würde es sich um Einweg-Waffen handeln, da die Plastikgehäuse nach dem ersten Schuss spröde würden. Somit bestehe bei mehrfachem Feuer die Gefahr einer Explosion. Trotzdem gehe das BKA von einer Gefährdung aus. Geheime Versuche sollen die Wirkung der ausgedruckten Waffen klären.

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