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BKA kauft neuen Bundestrojaner für 147.000 Euro

03.05.2013 | 12:46 Uhr |

Das Bundesinnenministerium hat laut einem Zeitungsbericht einen Vertrag über einen neuen Bundestrojaner abgeschlossen. Die Spähsoftware werde aber weiterhin getestet und nicht eingesetzt.

Das Bundesinnenministerium gibt 147.000 Euro für die Beschaffung eines neuen Bundestrojaners aus. Das berichtet die Zeit . Demnach habe das Innenministerium einen Vertrag mit dem Münchner Unternehmen Elaman geschlossen. Für die knapp 150.000 Euro erhalte das Ministerium eine 12-monatige Lizenz des Schnüffelprogramms für bis zu zehn Rechner.

Ende März hatte die Piratenpartei eine Anzeige gegen das Bundeskriminalamt (BKA) wegen des Kauf des Späh-Trojaners FinFisher (auch FinSpy genannt) eingereicht, der von Eleman (dessen britischen Partner Gamma) stammt. Bisher hieß seitens des BKA, dass die Software nur gekauft worden sei, um sie zu testen. Die Zeit konnte vom Bundesinnenministerium in Erfahrung bringen, dass die Spähsoftware weiterhin getestet werde und nicht im Einsatz sei. Offenbar sind weitere Änderungen notwendig, weil bisher noch nicht alle Anforderungen erfüllt würden.

Erst kürzlich hatte Mozilla die Bundestrojaner-Entwickler öffentlich gerügt, weil die Spähsoftware sich als Firefox tarnt und gegen pro-demokratische Aktivisten in Bahrain und Malaysia zum Einsatz gekommen sei.

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