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BITKOM: Flache TVs erobern Deutschland

22.01.2007 | 16:21 Uhr |

Flachfernseher haben 2006 die herkömmlichen Röhrengeräte abgelöst und verschaffen Zugang zu hochauflösendem Fernsehen.

Laut des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien ( BITKOM ) wurden letztes Jahr in Deutschland erstmals mehr Flachbildfernseher als herkömmliche Röhrengeräte gekauft. Der Absatz kletterte von 1,6 Millionen in 2005 auf 3,0 Millionen Geräte – ein Plus von 87 Prozent. Gleichzeitig gingen die Verkäufe von Röhrengeräten um 33 Prozent von 4,1 auf 2,7 Millionen zurück. Dieses Jahr soll der Absatz von LCD- und Plasmageräten die Marke von vier Millionen knacken.
Demzufolge können immer mehr Haushalte hochauflösendes Fernsehen empfangen. Einer Untersuchung Goldmedia zurfolge sind etwa 70 Prozent der 2006 verkauften TVs HD-ready. Das entspricht einer Anzahl von rund 2 Millionen. Werden die Verkäufe aus den Vorjahren hinzugerechnet, hatten Ende des vergangenen Jahres bereits 2,5 Millionen Haushalte einen HD-ready-Bildschirm.

Ende 2007 sollen 5 Millionen mit dieser Technik ausgestattet sein. Dann haben große Sportevents wie die Olympischen Sommerspiele 2008 das Potenzial, HDTV auch im frei empfangbaren Fernsehen zu etablieren. Dafür ist jedoch ein digitaler Fernsehanschluss erforderlich. Über diesen verfügten im vergangenen Jahr 31,6 Prozent aller deutschen TV-Haushalte, was rund sechs Prozentpunkte mehr als 2005 entspricht, wie aus dem „Digitalisierungsbericht 2006“ der Landesmedienanstalten hervorgeht. Der BITKOM sieht aufgrund der höheren Programmvielfalt und der besseren Bild- und Tonqualität weiteres Wachstumspotenzial. Zudem soll sich neben Antenne, Kabel und Satellit das Internetprotokoll als vierter Übertragungsweg durchsetzen.

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