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10 Prozent surfen ungeschützt

08.07.2008 | 14:46 Uhr |

So manche Dinge im Leben sollte man besser nie ungeschützt machen. Zum Beispiel ohne Virenscanner im Internet surfen. Doch genau das machen immerhin zehn Prozent der Teilnehmer an der aktuellen Avira-Umfrage.

Trotz über 750.000 neu entdeckter Viren pro Monat unterschätzen insgesamt 19 Prozent der Anwender die Risiken des ungesicherten Surfens. Online-Betrug, Identitätsraub, Dialer-Abzocke oder infizierte Webseiten: Immer wieder verunsichern Meldungen über Cyber-Kriminalität die Internet-Gemeinde. Dennoch verzichten zehn Prozent der Internetnutzer komplett auf Virenschutz, fast ebenso viele verlassen sich lediglich auf risikoreiche On-Demand-Scanner. Zu diesem Ergebnis kommt jetzt eine aktuelle Umfrage der Sicherheitsexperten von Avira , die 5671 Besucher danach fragte, welchen Virenscanner sie bevorzugen.

Die Mehrheit der Internetnutzer verwendet eine Echtzeitkontrolle, also einen On-Access-Virenschutz: 62 Prozent der befragten Internetnutzer haben demnach eine fest installierte Antivirensoftware im Einsatz, die Dateien auf Viren überprüft sobald sie vom Benutzer verwendet werden.

Neun Prozent der Umfrage-Beteiligten verwenden ausschließlich Online-Scanner, da diese keinen nachteiligen Effekt auf die Arbeitsleistung des PCs haben. Die Überprüfung auf Viren erfolgt allerdings nur dann, wenn der Benutzer dies verlangt. Fast ein Fünftel der Befragten greift gelegentlich auf einen Online-Scanner zurück, um sich parallel zum fest installierten Virenschutz eine zweite Meinung einzuholen.

"On-Demand-Scanner bieten im Gegensatz zu On-Access-Programmen, die ununterbrochen als Virenwächter im Einsatz sind, keinen präventiven Schutz vor Malware. Sie eignen sich zwar zur Reinigung infizierter Rechner, sind als alleinige Schutzmaßnahme allerdings nicht ausreichend", wie Avira betont.

Eine Schwachstelle hat die Avira-Umfrage allerdings: Sie unterscheidet nicht zwischen den Betriebssystemen. Unter Linux-Anwendern ist es durchaus üblich ohne Virenscanner zu surfen. Anders als bei Windows ist das nicht zwingend ein Risiko, sofern die üblichen Sicherheitsmaßnahmen beachtet werden.

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