58084

Autopatcher: Microsoft unterbindet weitere Verbreitung des inoffiziellen Update-Tools

30.08.2007 | 13:17 Uhr |

Unerfreuliche Post hat der Entwickler von Autopatcher von Microsofts Anwälten erhalten. In dem Schreiben wird er aufgefordert, unverzüglich die Verbreitung des Tools einzustellen.

„Wir haben heute eine Mail von Microsoft erhalten, in der wir aufgefordert werden, die Download-Seite zu schließen, was natürlich bedeutet, dass der Autopatcher Geschichte ist“, schreibt der 20jährige griechische Entwickler auf der Website Autopatcher.com . Man sei zwar nicht mit Microsoft einer Meinung, müsse aber notgedrungen der Aufforderung nachkommen, heißt es weiter.

Zuletzt war Autopatcher in der Version 5.6 verfügbar. Es sammelte Sicherheits-Updates für Windows und erstellte daraus Pakete, die beispielsweise für die bequeme Installation der Updates auf vielen Rechnern genutzt werden konnten. Das Tool war sowohl bei Anwendern beliebt, die ihr System häufig neu aufsetzen, als auch in kleineren Unternehmen.

Die Website Neowin.net , dessen Forum der Autopatcher-Entwickler für den Support nutzte, berichtet, dass Microsoft die Verbreitung von Sicherheits-Updates über andere Quellen, als die eigenen, unterbinden möchte. „Autopatcher startete im Jahr 2003 und wurde auch über viele große Magazine auf CD/DVD weltweit verbreitet. Ich habe keinerlei Erklärung dafür, warum Microsoft dies vier Jahre lang gestattet hat, ehe es jetzt diese Entscheidung getroffen hat“, heißt es seitens Neowin.net. Dennoch akzeptiere man die Entscheidung von Microsoft und komme der Aufforderung nach, nicht länger Autopatcher zu verbreiten.

Ein kleiner Funke Hoffnung besteht allerdings, dass das Projekt Autopatcher nicht für immer eingestellt werden muss. Neowin.net hat sich an einen Microsoft-Vertreter gewendet, der die Sachlage abklären will.

Update-Pakete erfreuen sich nicht zuletzt deshalb großer Beliebtheit, weil beispielsweise nach einer Neuinstallation von Windows XP SP2 unzählige Updates heruntergeladen werden müssen. Microsoft selbst bietet hierfür kein Paket an. Zuletzt hatte Microsoft im Frühjahr für die Einstellung diverse Update-Pakete-Projekte gesorgt.

0 Kommentare zu diesem Artikel
58084