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Autonomes U-Boot kann sechs Monate lang abtauchen

27.06.2016 | 16:03 Uhr |

Der Prototyp eines neuen U-Boots kann ohne Besatzung 12.000 Kilometer zurücklegen und bis zu 3.300 Meter tief tauchen.

Der Flugzeugbauer Boeing entwickelt seit vielen Jahren auch U-Boote. Das neueste Modell Echo Voyager ist unbemannt und kann für Langzeitmissionen im Ozean eingespannt werden. Ein 16 Meter langer Prototyp steht kurz vor seiner Jungfernfahrt. Das 50 Tonnen schwere U-Boot agiert bis zu sechs Monate lang autonom auf hoher See und kann bis zu 3300 Meter tief abtauchen.

Der Antrieb setzt auf einen Mix aus Elektromotor und Dieselgenerator. Damit kann Echo Voyager bis zu 12.000 Kilometer zurücklegen, muss dafür aber immer wieder auftauchen, um die Batterien durch Verbrennung von Diesel wieder aufzuladen.

Welche Anwendungsmöglichkeiten Echo Voyager später bieten soll, bleibt geheim. Die Rüstungsindustrie dürfte sicher schon Interesse angemeldet haben, schließlich könnte ein solches U-Boot ohne personelles Risiko ganze Meere überwachen. Alternativ kann das Gefährt für die Minenräumung oder Kampfeinsätze mit Torpedos genutzt werden. Doch auch für die Reparatur von Unterseekabeln könnte Echo Voyager gute Dienste leisten.

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