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Autarke Kamera kommt ohne Akku aus

18.04.2015 | 05:02 Uhr |

Das Kamera-Forschungsprojekt der Universität von Columbia wandelt Licht über den Sensor in Energie um.

Kameras könnten zukünftig ohne Akku oder externe Stromversorgung auskommen – zumindest wenn es nach einem Forscherteam der Universität von Columbia geht. Unter der Leitung von Professor Shree Nayar wurde ein Kamera-Prototyp entwickelt, der sich über den Sensor selbst mit Strom versorgt.

Realisiert wird dieses Konzept über die bereits in herkömmlichen Kamera-Sensoren integrierten Photodioden der einzelnen Pixel. Diese sind ursprünglich dazu da, den Lichteinfall auf den Sensor zu messen. Mit Hilfe einer speziellen Sensor-Architektur und einem einfachen Pixel-Stromkreis nutzen die Forscher das einfallende Licht außerdem zur Stromversorgung der Kamera.

Dafür schaltet der Sensor ständig zwischen der normalen Funktion zur Messung des einfallenden Lichts und der Stromumwandlung des Lichts hin und her. Der erste Prototyp der Kamera liefert eine Auflösung von 30 x 40 Pixeln und kann Videos mit einem Bild pro Sekunde aufnehmen. Der über den Sensor generierte Strom wird in einem Superkondensator gespeichert und wieder an den Sensor abgegeben. Aktuell funktioniert das bei einer durchgängigen Helligkeit von 300 Lux. Als zukünftige Einsatzgebiete nennen die Forscher Naturbeobachtungen, Überwachungsanlagen oder die Medizin.

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