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Auszeichnung für barrierefreie Websites

Der Startschuss für den BIENE-Award 2006 ist gefallen. Auch in diesem Jahr vergeben die Aktion Mensch und die Stiftung Digitale Chancen wieder eine Auszeichnung für die besten barrierefreien Webseiten.

Teilnehmen kann jeder Website-Betreiber, wirkliche Gewinnchancen haben jedoch nur diejenigen die die strengen BIENE-Kriterien zur Barrierefreiheit erfüllen. Im Dezember werden die Preisträger dann in Berlin bekannt gegeben. Die Gewinner dieser Aktion sind nicht nur die ca. 6,6 Millionen Behinderten in Deutschland, sondern auch alle bundesdeutschen Surfer.

Nicht jeder Internet-Benutzer startet seine Tour durchs WWW mit einem Grafik-Browser wie Explorer oder Firefox. Sehbehinderte beispielsweise benutzen einen sogenannten Screenreader, ein Programm, welches die Websiteinhalte vorlesen kann. Damit dies auch reibungslos funktioniert, sollte der Quellcode der betreffenden Internetseite keine Stolpersteine enthalten.

Werden die strikt vorgegebenen technischen Standards von Webdesignern eingehalten, profitieren davon auch Nutzer mobiler Endgeräte. Doch eine barrierefreie Website muß keine Textwüste mit gelegentlich plazierten Links sein. Die Herausforderung besteht darin, mit einer Mischung aus technischem Geschick und Sachverstand sowie einer gehörigen Portion Kreativität alle Anforderungen, die an ein barrierefreies Internetangebot gestellt werden, technisch einwandfrei und optisch elegant unter einen Hut zu bekommen. Gerade bei komplexen Webpräsenzen ist dies jedoch ein schwieriges Unterfangen.

Der BIENE-Award wird in diesem Jahr zum vierten Mal vergeben. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 21. Juli. Teilnehmen können Betreiber und Gestalter deutschsprachiger Webangebote. Für junge Webdesigner wird erstmalig ein Nachwuchspreis ausgeschrieben. Daneben werden Sonderpreise für Webseitenlösungen vergeben, "die die spezifischen Bedürfnisse einzelner Nutzergruppen berücksichtigen". Darunter verstehen die Veranstalter beispielsweise Webangebote für gehörlose Menschen, die Gebärdensprache verwenden, Angebote für Menschen mit Lernschwierigkeiten oder "andere herausragende und innovative Entwicklungen".

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