Auswahlfenster für Browser

EU und Microsoft einigen sich im Browserstreit

Mittwoch den 16.12.2009 um 14:14 Uhr

von Hans-Christian Dirscherl

Die EU-Kommission und Microsoft begraben das Kriegsbeil im Browserstreit. Die EU akzeptiert das Angebot von Microsoft, Browser anderer Hersteller in einem Auswahlfenster als Alternative zum Internet Explorer anzubieten.
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Die EU-Kommission veröffentlichte heute eine Erklärung, in der das Angebot von Microsoft als rechtsverbindlich anerkannt wird. Das gegen Microsoft eingeleitete Wettbewerbsverfahren wird deshalb eingestellt und Microsoft entgeht dem drohenden Milliarden-schweren Bußgeld.

Durch diesen Kompromiss hat sich Microsoft verpflichtet, in Europa die nächsten fünf Jahre via Windows Update für Windows XP, Vista und Windows 7 ein Auswahlfenster (Choice Screen) bereitzustellen, das Firefox, Opera, Safari, Internet Explorer und Google Chrom als Browser zur Installation anbietet und damit den bisherigen Startvorteil des Internet Explorers beseitigt. Die Reihenfolge, in der die Browser in dem Auswahlfenster aufgelistet werden, wird zufällig von Fall zu Fall bestimmt.

OEMs/PC-Hersteller können den IE sogar deaktivieren und einen anderen Browser stattdessen als Standardbrowser festlegen. Damit dürfte die enge Verzahnung von Internet Explorer und Windows-Betriebssystem zumindest etwas gelockert werden und die Chancen anderer Browserhersteller steigen.

Mittwoch den 16.12.2009 um 14:14 Uhr

von Hans-Christian Dirscherl

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