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Australische Websites zittern vor L4m4

06.07.2001 | 13:03 Uhr |

Ein Cracker macht derzeit massiv australischen Webservern zu schaffen. Seit der Übeltäter mit dem Pseudonym L4m4 Ende letzten Monats sein zerstörerisches Treiben begann, fielen ihm bereits 48 Websites zum Opfer.

Ein Cracker macht derzeit massiv australischen Webservern zu schaffen. Seit der Übeltäter mit dem Pseudonym L4m4 Ende letzten Monats sein zerstörerisches Treiben begann, fielen ihm bereits 48 Websites zum Opfer, wie vnunet.com berichtet.

Am 28. Juni hinterließ er auf der Website von moloneyandpartners.com.au eine Nachricht: "Dies ist das erste Beispiel dafür, dass sich Unternehmen nicht ausreichend um die IT-Sicherheit in Australien kümmern".

In seinen weiteren Ausführungen forderte er die Wirtschaftswelt von Australien auf, den Fokus auf IT-Sicherheit zu legen. Andernfalls würde es sie als nächste treffen. Außerdem macht er sich über die Aussagen der IT-Beauftragten lustig, die ihren Vorgesetzten versichern würden, dass die Webserver vollkommen sicher seien. Unterschrieben war das ganze mit "L4m4 Haxor" und "WAKE UP WE ARE ALREADY BEHIND". Bei dem Cracker soll es sich vermutlich um einen Australier handeln.

In den darauffolgenden sieben Tagen verunstaltete der Cracker weitere 47 Seiten, zuletzt duplex.com.au mit "Im Besitz von L4m4. Wieder einmal eine wirklich schlechte australische Server-Sicherheit!! Ihre Sicherheit ist nur so gut wie euer Personal. L4m4". Diese Seite wurde mittlerweile anscheinend erneut attackiert, da sie nun einen anderen Cracker-Text zeigt.

Alle betroffenen Webserver liefen mit Windows NT und IIS. Einige scheinen bis heute noch nicht wiederhergestellt zu sein. Offensichtlich will L4m4 auf vorhandene Sicherheitslücken hinweisen, ohne wirklichen weitergehenden Schaden anzurichten. Zumindest ist davon noch nichts bekannt geworden.

PC-WELT Viren und Bugs

Cracker bei Harald Schmidt (PC-WELT Online, 25.06.2001)

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