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Australien: Musikindustrie fordert Beugehaft für Kazaa-Macher

15.12.2005 | 15:42 Uhr |

Immer schwerere Geschütze fährt die Musikindustrie in Australien gegen die Macher von Kazaa auf. Nachdem das Unternehmen der Gerichtsauflage, bestimmte über Kazaa angebotene Musiktitel zu filtern, aus Sicht der Industrie nicht nachgekommen ist, fordern deren Anwälte nun Beugehaft für führende Manager der Betreibergesellschaft von Kazaa und verbundenen Unternehmen.

Der Gerichtsstreit zwischen der australischen Musikindustrie und den Machern von Kazaa geht in eine weitere Runde. Im November hatte das Gericht die Macher der Tauschbörse angewiesen, bestimmte Musiktitel per Filter nicht mehr für australische Nutzer zugänglich zu machen. Als Frist, bis zu der der Filter integriert sein sollte, wurde der 5. Dezember angesetzt. Kazaa wiederum reagierte damit, den Download der Tauschbörsen-Software für Anwender in Australien zu sperren ( wir berichteten ). Und genau dies ist der Industrie ein Dorn im Auge.

So haben die Anwälte der Musikindustrie einen Antrag auf Beugehaft gegen führende Manager, unter anderem Sharman CEO Nikki Hemming und Altnet CEO Kevin Bermeister, gestellt. Als Grund wird angegeben, dass sich die Kazaa-Macher nicht an die Anweisung des Gerichts gehalten haben, eine Filtertechnologie einzubauen.

Das Gericht will nun am 30. Januar über diesen Antrag entscheiden, beide Seiten sollen zu diesem Termin ihren Standpunkt verdeutlichen. Sharman Networks (die Betreiber von Kazaa) sind allerdings der Ansicht, mit dem offline nehmen des Downloads für australische Nutzer den Anforderungen des Gerichts genüge getan zu haben. Des Weiteren erklärte das Unternehmen, dass die Industrie eher versucht, Kazaa zu schließen, als die Integration einer effektiven Lösung zu ermöglichen.

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