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Walt Disney als Hightech-Pionier

06.07.2009 | 13:16 Uhr |

Walt Disney, Gründer des gleichnamigen Unternehmens, ist durch seine Kreativität, Vorstellungskraft und seinen Geschäftssinn zur Legende geworden. Eine eher unbekannte Seite an Disney war sein Faible für neue Technologien. Dass er auch hier eine Pionierrolle einnimmt, soll nun ein neues Museum in San Francisco zeigen.

So soll Disney nicht nur für die Produktionen seines Unternehmens ständig neue technische Spielereien mitentwickelt haben, sondern auch eng mit Entwicklern von Ford oder General Electric zusammengearbeitet und so auch eigene Stücke für die Weltausstellung 1964 in New York beigesteuert haben, so die Los Angeles Times.

Die erfinderische Seite Walt Disneys wird ab Oktober im neuen Walt Disney Family Museum in San Francisco präsentiert. Nicht nur Disney hat einen Faible für Zukunftstechnologien gehabt, auch das Museum selbst zeigt sich auf dem Stand der Zeit. So sollen nach Aussagen des Executive Directors Richard Benefield in dem Gebäude "sämtliche Arten von Bildschirmen, die es gibt", Platz finden. Tickets sind lediglich online erhältlich, man könne das Museum zwar auch spontan besuchen, Benefield rät davon jedoch ab. Als besonderes Extra führt Walt Disney selbst durch die Ausstellung - zumindest akustisch. Die Kuratoren haben dafür insgesamt 19 Stunden von Sprachaufnahmen des Micky-Maus-Erfinders benutzt.

Neben dem Leben und der Arbeit Disneys werden technische Gerätschaften seiner Produktionen ausgestellt. So können unter anderem spezielle Effekt-Kameras oder ein optischer Drucker bestaunt werden, der es in "Mary Poppins" ermöglichte, reale und Zeichentrick-Charaktere gemeinsam auftreten zu lassen. Eine Verbindung mit dem heutigen Stand der Technik wird ebenfalls geboten. Gegenüber der angrenzenden Bucht ist die Disney-Animationsschmiede Pixar beheimatet. Dort habe man bereits angeboten, eigenes Know-how beizusteuern.

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