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Auslieferung von AOL 6.0 untersagt

31.10.2001 | 11:19 Uhr |

Ein US-Bundesrichter hat AOL die Auslieferung von AOL 6.0 untersagt. Hintergrund: Dem Internet Service Provider wird vorgeworfen, MP3-Technologie der Firma Playback in die Zugangssoftware integriert zu haben - ohne die nötige Lizenz zu besitzen.

Ein US-Bundesrichter hat AOL die Auslieferung von AOL 6.0 untersagt. Hintergrund: Dem Internet Service Provider wird vorgeworfen, MP3-Technologie der Firma Playback in die Zugangssoftware integriert zu haben - ohne die nötige Lizenz zu besitzen.

Konkret soll AOL die MP3-Audio-Decoding-Engine, die sogenannte AMP-Engine, von Playmedia verwendet haben. Nach Aussage von Playmedia hat AOL zwar eine Lizenz erworben als das Unternehmen die Firma Nullsoft, Macher von Winamp, aufkaufte. Die Vereinbarungen sahen aber ausdrücklich vor, dass die AMP-Engine nur im Zusammenspiel mit Winamp verwendet werden darf. AOL hat die Engine jedoch im AOL Media Player eingesetzt.

Der Internet Service Provider muss nun die Auslieferung der Software stoppen und alle Lizenznehmer von dem Entscheid unterrichten. Die neue Zugangssoftware AOL 7.0, die erst seit kurzem in den USA zur Verfügung steht, scheint von dem Gerichtsbeschluss nicht betroffen zu sein.

Eine Stellungnahme hat AOL bisher nicht abgegeben.

AOL und MSN auf Kollisionskurs (PC-WELT Online, 16.10.2001)

AOL-Europe mit über 5 Millionen Mitgliedern (PC-WELT Online, 16.10.2001)

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