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Third-Party-Management gewinnt an Beliebtheit

17.10.2007 | 12:38 Uhr |

Um ihren Einkauf zu standardisieren, lagern große Unternehmen auch die Steuerung ihrer externen IT-Dienstleister an dedizierte Anbieter aus.

Je mehr externe Partner ein Unternehmen unter Vertrag hat, desto höher ist der Aufwand für deren Steuerung und Verwaltung. Wer diesen Aufwand dagegen an einen externen IT-Dienstleister auslagert, kann im Einkauf und in den Fachbereichen erhebliche Ressourcen binden. Dass das so genannte Third-Party-Management (TPM) im Trend liegt, bestätigt eine aktuelle Studie, die das Beratungsunternehmen Lünendonk im Auftrag des Eschborner Third-Party-Management-Anbieters Emagine erstellt hat. Basis sind persönliche Gespräche mit Einkäufern und CIOs von 28 großen Unternehmen in Deutschland. Demnach arbeiten zwar fast zwei Drittel der Befragten mit einer Liste bevorzugter Partner. Um das Sourcing-Management zu verbessern, verlagern die Firmen aber immer mehr Aufgaben an dedizierte Anbieter, die sich um die Steuerung der externen Dienstleister kümmern.

"Da viele, vor allem große Unternehmen mit über hundert verschiedenen IT-Dienstleistern zusammenarbeiten, sind der Umfang der Zusammenarbeit und die Qualität der erbrachten Leistungen oft nicht transparent", beschreibt Hartmut Lüerßen, Geschäftsführer der Lünendonk GmbH. Um Redundanzen auszuschließen und ineffiziente Strukturen zu beseitigen, sei es daher sinnvoll, einen Spezialisten für die Abwicklung und Steuerung der externen Dienstleister zu beauftragen.

Dabei positioniert sich der Einkauf als interner Servicepartner für die IT und nimmt beim Management der externen Dienstleister eine zentrale Funktion ein. Insgesamt repräsentieren die an der Studie beteiligten Firmen ein IT-Service-Einkaufsvolumen von 4,1 Milliarden Euro jährlich, wobei sich die Ausgaben im Durchschnitt jeweils zur Hälfte auf IT-Beratung/Systemintegration und auf andere IT-Dienstleistungen verteilen. (sp)

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