28.11.2003, 11:15

Eric Bonner

Aus für Frankfurter Chipfabrik - Communicant AG geht in Liquidation

Die Chipfabrik in Frankfurt (Oder) ist endgültig gescheitert. Die Betreiberfirma Communicant AG werde die stille Liquidation einleiten, sagte ein Unternehmenssprecher am Freitag der Deutschen Presseagentur.
Die Chipfabrik in Frankfurt (Oder) ist endgültig gescheitert. Die Betreiberfirma Communicant AG werde die stille Liquidation einleiten, sagte ein Unternehmenssprecher am Freitag der Deutschen Presseagentur. Das sei das Ergebnis einer nächtlichen Gesellschafterversammlung. Die Verträge über die beabsichtigte Liquidation müssten aber noch unterzeichnet werden.
Das Aus des ursprünglich mit 1,3 Milliarden Euro veranschlagten High-Tech-Vorhabens an der deutsch-polnischen Grenze war am Vortag von der brandenburgischen Landesregierung signalisiert worden. Grund für die Probleme waren ausbleibende Zahlungen des Hauptinvestors Dubai, der diese von einer Bürgschaft des Bundes abhängig machte. Das arabische Emirat wollte in Frankfurt zusammen mit dem US-Konzern Intel sehr schnelle Chips für Kommunikationstechnik herstellen.
Die Firma habe in der Nacht Geldzusagen von Dubai und Intel erhalten, sagte der Communicant-Sprecher. Damit könne die Überschuldung des Unternehmens abgewendet werden, Insolvenz müsse nicht angemeldet werden. Am Vormittag werde der Vorstand der Communicant AG in Frankfurt tagen und das weitere Vorgehen abstimmen.
Der Aufbau-Ost-Beauftragte der Bundesregierung, Manfred Stolpe (SPD), wies unterdessen der EU-Kommission die Schuld am Scheitern des Vorhabens zu. Diese habe erklärt, dass es mit einer bloßen Anzeige im Falle der Verkleinerung des Projektes nicht getan sei, sagte der frühere brandenburgische Ministerpräsident im Inforadio.
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