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RIM setzt frühzeitig auf LTE

Der Blackberry-Hersteller Research In Motion will unbestätigten Informationen zufolge bei der Einführung kommender Datenstandards ganz vorne dabei sein. Scheinbar hat das Unternehmen aus seinen alten Fehlern gelernt.

Der Blackberry-Hersteller Research in Motion (RIM) scheint aus seinen früheren Fehlern gelernt zu haben und setzt frühzeitig auf Long Term Evolution (LTE) als kommenden Daten-Standard. Die Kanadier verhielten sich bei der Verwendung neuer Breitband-Technologien bislang extrem konservativ.

Das Blackberry Bold 9000 war vor wenigen Monaten das erste Blackberry, das HSDPA als Datenbeschleuniger für UMTS einsetzte. Damit reagierte der kanadische Messaging-Spezialist auf die immer stärker werdende Konkurrenz von Apple, die mit dem iPhone 3G stark wachsende Verkaufszahlen auch auf dem Business-Sektor erzielt.

Um diesmal bei der Einführung einer neuen Breitband-Technologie nicht wieder ins Hintertreffen zu geraten, hat RIM nach Insider-Informationen bereits jetzt ein Team zusammengestellt, das Mobiltelefone mit der neuen Technologie entwickeln soll. Das Unternehmen wolle bereits mit der ersten Einführung von LTE neue Geräte auf den Markt bringen, die den Standard unterstützen.

3GPP Long Term Evolution, das auch als Super 3G bezeichnet wird, erzielte in Laborversuchen bereits Download-Geschwindigkeiten von 300 MBit pro Sekunde, ein Wert, der aktuelle DSL-Anschlüsse deutlich in den Schatten stellt. In Feldversuchen der deutschen Telekom in Bonn wurden bislang realitätsnähere 50 MBit/s erreicht. RIM hat damit beste Chancen, an die Spitze der Businesshandy-Hersteller zurückzukehren, wenn LTE 2010 auch startet.

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