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Aus Protest: Website sperrt Firefox-Benutzer aus

24.08.2007 | 16:15 Uhr |

Weil die Firefox-Erweiterung Adblock Plus Werbebanner blockiert, mit denen er seine Websites finanziert, sperrt ein Webdesigner alle Firefox-Benutzer von seinen Seiten aus und leitet sie auf eine Protestseite um.

Der Webdesigner Danny Carlton, der sich hinter dem Online-Pseudonym "Jack Lewis" verbirgt, lässt Firefox-Benutzer nicht auf seine Websites. Er sieht in der Möglichkeit durch die Firefox-Erweiterung Adblock Plus Werbebanner zu blockieren einen Diebstahl seines geistigen Eigentums. Er finanziere mit der Werbung seine Websites und wer diese Werbung blockiere, sei folglich ein Dieb.

Seine Hauptkritik richtet sich allerdings weniger gegen die Firefox-Benutzer allgemein sondern vielmehr gegen die Macher von Adblock Plus. Sie würden es, so Carlton, nicht erlauben, gezielt nur diejenigen auszusperren, die Adblock Plus benutzen. Daher sehe er sich gezwungen alle Firefox-Nutzer auszusperren, auch wenn sie dieses Add-on gar nicht installiert haben.

Die Mozilla-Stiftung und ihr kommerzieller Zweig, die Mozilla Corporation, werden ebenfalls scharf kritisiert, da sie diese Erweiterung ermöglichten und unterstützten. Carlton reklamiert für sich und andere das Recht Besucher auszusperren, die Werbebanner blockieren und damit seiner Meinung nach die berechtigten Interessen der Website-Betreiber verletzen.

Wer Carltons Website jacklewis.net mit Firefox besucht, wird zu einer anderen von Carlton betriebenen Website mit dem Titel "Why Firefox is Blocked" umgeleitet , die seinen Standpunkt erläutern soll. Wer dies durch Browser-Spoofing und Abschalten von Javascript umgehen will, kommt auch nicht weiter. Lediglich bei Nutzung der Firefox-Erweiterung IETab lässt Carlton Firefox-Benutzer zu.

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