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Gratis-Tool gegen Folgen der IE-Attacken

22.01.2010 | 13:55 Uhr |

Der Antivirushersteller McAfee hat eine Spezialversion seines kostenlosen Schädlingsbekämpfers Stinger bereit gestellt. Sie soll Malware entfernen, die bei Angriffen über die kürzlich entdeckte IE-Lücke eingeschleust wurde.

Die Sicherheitslücke im Internet Explorer, die bei Angriffen im Rahmen der so genannten "Operation Aurora" gegen Google und andere Unternehmen ausgenutzt wurde, wird nun zunehmend auch im Web gegen normale Anwender eingesetzt. Die dabei eingeschleusten Schädlinge soll das Gratis-Tool "Aurora Stinger" von McAfee beseitigen.

Während Microsoft noch das gestern Abend bereit gestellte Sicherheits-Update für den Internet Explorer vorbereitete, hat der Antivirushersteller McAfee eine Spezialversion seines Virenentferners "Stinger" veröffentlicht. Es soll die bei diesen Angriffen eingeschleuste Malware aufspüren und entfernen. Aurora Stinger enthält Virensignaturen für die drei bislang bekannten Schädlinge und ihre Komponenten.

Es kann sich außerdem mit McAfees Cloud-basiertem Dienst "Global Threat Intelligence" verbinden. Aurora Stinger holt sich über diesen Dienst zeitnah Informationen zu neu entdeckten Schädlingsvarianten und kommt daher ohne regelmäßige Updates der Virensignaturen aus. Aurora Stinger ist etwa 1,6 MB groß und wie auch Stinger kostenlos erhältlich. Es ist in englischer Sprache und läuft ab Windows 2000.

Die Verfügbarkeit einer solchen Lösung sollte jedoch niemanden davon abhalten umgehend das kumulative Sicherheits-Update für den Internet Explorer aus dem gestern veröffentlichten Microsoft Security Bulletin MS10-002 zu installieren.

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