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Blogger muss nicht 1890 Euro an Stadt Augsburg zahlen

25.11.2009 | 16:11 Uhr |

Die Stadt Augsburg will nun doch nicht einen Blogger abmahnen, der die Internet-Adresse Augsburgr.de registriert hatte. Ursprünglich wurde ihm mit einer Abmahnung in Höhe von 1890 Euro gedroht.

Der Fall hatte im Web für Aufruhr und Empörung gesorgt: Ein Blogger hatte die URL Augsburgr.de registriert und wollte dort ein Online-Tagebuch führen. Vorab bat er die Stadt Augsburg um Erlaubnis. Als Antwort erhielt der Blogger allerdings eine Abmahnung in Höhe von 1890 Euro, die die Stadt Augsburg bei einem externen Anwalt in Auftrag gegeben hatte. Der Vorwurf: Fleischmann habe durch die Registrierung der Domain augsburgr.de die Namensrechte der Stadt verletzt.

Wie die Augsburger Allgemeine nun meldet, rudert die Stadt Augsburg nun zurück, nachdem der Fall publik und für Proteste im Web gesorgt hatte. Die Zeitung zitiert den Augsburger Oberbürgermeister Kurt Gribl, der den Fall laut eigenen Angaben bis dahin nicht kannte, mit den Worten: "Rein rechtlich war der Ablauf korrekt. Es lag ein Verstoß gegen Namensrechte vor und wir als Stadt müssen die Rechte an unserem Namen wahren."

Gribl kritisierte allerdings die Vorgehensweise der Stadt und das dem Blogger eine Abmahnung zugestellt wurde. Die Anfrage des Bloggers hätte zunächst intern von der Verwaltung geprüft und beantwortet werden müssen. Das sei eine Frage des Umgangs einer Stadt mit ihren Bürgern, so Gribl und fügte hinzu, dass er sich ein sensibleres Vorgehen gewünscht hätte.

Die 1890 Euro teure Abmahnung muss der Blogger laut Angaben des Oberbürgermeisters nicht zahlen.

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