185867

Forscher entwickeln Röntgen-Software für Handys

11.03.2010 | 20:20 Uhr |

Mit der Handy-Kamera durch Gebäude schauen: Eine solche Software haben Forscher der Universität von Süd-Australien jetzt entwickelt.

Laut Angaben der Forscher, die die Software in enger Zusammenarbeit mit Nokia entwickelt haben, genügt es, die in den Handys und Smartphones integrierte Kamera auf ein Gebäude zu halten. Die Software zeigt erst das Gebäude an und anschließend wird dem Handy-Nutzer angezeigt, was sich hinter dem Gebäude befindet, so als wäre es gar nicht da.

Augmented Reality ("erweiterte Realität") sind im Trend. Durch Software wird die Realitätswahrnehmung erweitert und/oder durch sinnvolle Informationen ergänzt werden. Die von den australischen Forschern entwickelt Röntgen-Software für das Handy erfüllt genau diesen Zweck. Dabei nutzt die Software die Informationen existierender Karten-Dienste, wie beispielsweise Google Earth. Sie ermittelt den Standort des Handy-Besitzers via GPS und worauf er die Handy-Kamera richtet. Anschließend wird berechnet, was der Anwender sehen würde, wenn das Gebäude nicht im Weg wäre, in dem das 3D-Modell des Gebäudes aus dem Bild ausgeblendet wird.

Dadurch, dass existierende Satelliten-Aufnahmen, Luftbilder von Flugzeugen und 3D-Modelle genutzt werden, handelt es sich also nicht wirklich um eine "Röntgen"-Software. Es ist also auch nicht möglich, durch Menschen oder gar in Gebäude hineinzuschauen.

Laut Angaben der Forscher wird Nokia die Software verwenden, um daraus eine Applikation für seine Smartphones und Handys zu entwickeln. Bis diese allerdings auf den Markt kommt, dürften noch einige Monate ins Land ziehen.

0 Kommentare zu diesem Artikel
185867